Solothurn
«Das Dorf Seehof war wie ein zusätzlicher Spieler in der Geschichte»

Wir haben mit der Solothurner Schauspielerin, Sarah Hostettler, über den Film «Von Fischen und Menschen» gesprochen und sie gefragt, wie Corona ihr Alltag verändert hat.

Fränzi Zwahlen
Merken
Drucken
Teilen
Die Solothurner Schauspielerin Sarah Hostettler.

Die Solothurner Schauspielerin Sarah Hostettler.

Agentur Vogel/Sven Serkis

Die Solothurner Schauspielerin Sarah Hostettler spielte eine wichtige Nebenrolle im preisgekrönten Film «Von Fischen und Menschen» der Utzenstorfer Filmemacherin Stefanie Klemm, der noch bis Sonntag im Kino Canva Club zu sehen ist.

Wie kamen Sie zum Cast dieses Filmes? Kannten sie Stefanie Klemm schon?

Sie hatte mich vor ein paar Jahren für einen Kurzfilm angefragt. Ich hatte damals leider keine Zeit. 2018 kontaktierte sie mich wieder und schrieb mir, dass sie ihren ersten Langspielfilm drehen wird. Wir haben uns damals in Berlin getroffen. Der persönliche und mutige Umgang mit der Thematik der Geschichte hat mich sofort berührt und interessiert.

Kannten sie den Drehort die Fischzucht im kleinen Dorf Seehof?

Nein und wie schön, dass ich sie durch die Arbeit kennen lernen durfte! Dieser Ort war wie ein zusätzlicher Spieler in der Geschichte. Auch wenn es eng und düster wirken kann da hinten, hat diese Umgebung mir immer wieder zu einer Weite und Ruhe verholfen.

Wie waren die Dreharbeiten für diesen Film?

Da meine Figur Sophie sehr emotional und beweglich ist, sich von der Schwere der Situation nicht vereinnahmen lässt, sondern immer einen Weg findet, sich rauszuziehen, war es für mich zwar ein bewegender Dreh. Zudem hatte ich wunderbare Spiel-Kollegen und -Kolleginnen und ein bezauberndes Team. Mir hat es auch Spass gemacht auf Berndeutsch zu spielen.

Was hat Ihnen die darauffolgende Corona-Zeit beruflich gebracht?

Corona hat mir ein halbes Jahr ohne Arbeit beschert, ein halbes Jahr nicht unterwegs sein. Eine Alltagsroutine konnte sich einstellen, die ich seit Jahren nicht mehr hatte. Erst mal ohne jegliche berufliche Perspektive. Bereits im Juni 2020 waren Dreharbeiten wieder möglich. Ich durfte dann im Herbst wieder arbeiten und bin seither immer wieder mit Arbeit beschenkt. Zuletzt auch in der Schweiz, zum Dreh vom Tatort Zürich.

Die Daten für die letzten Vorführung finden Sie hier.