Solothurn
Bei der Sterki Bau AG übernimmt die dritte Generation

Das Solothurner Bauunternehmen, die Sterki Bau AG, hat neue Besitzer. Jetzt ist die dritte Generation am Ruder.

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Die Söhne Philipp und Daniel mit ihrem Vater Guido Sterki auf der Baustelle.

Die Söhne Philipp und Daniel mit ihrem Vater Guido Sterki auf der Baustelle.

zvg

Mit Philipp und Daniel Sterki übernimmt die dritte Generation das Ruder in der Familienunternehmung Sterki Bau AG in Solothurn. Von Grossvater Othmar Sterki im Jahr 1950 gegründet, führte Guido Sterki die Firma seit 1979 – also über 40 Jahre lang. Der 70-Jährige übergibt nun seine Aktien an die Söhne Philipp und Daniel, verbleibt jedoch im Verwaltungsrat, zieht sich operativ aber ins zweite Glied zurück. «Ich bin natürlich überglücklich, die Firma meinen beiden Söhnen übergeben zu können», erklärt Guido Sterki.

Guido Sterkis Frau Lilly war von 1974 bis 2012 zuständig für die Führung der Buchhaltung und diverse administrative Arbeiten, seit 2012 war sie vereinzelt noch mit Spezialaufgaben betraut. Auch sie zieht sich nun definitiv aus der Firma zurück. Guido Sterki will weiterhin sein Netzwerk für die Firma nutzen, jedoch nicht mehr als Bauführer und operativ auf den Baustellen tätig sein. Er steht seinen Söhnen beratend und für die Auftragsakquise zur Seite. «Die Auftragslage ist derzeit so gut, dass ich noch etwas bleibe», lacht er. Und: «Planen kann man das ja nicht, dass beide Söhne ohne Druck in die Firma einsteigen und diese gemeinsam weiterführen. Ein absoluter Glücksfall sowohl für Lilly und für mich, aber auch für Grossvater Othmar, der nun 97 ist und sich natürlich immer noch für die Firma interessiert.»

Philipp und Daniel Sterki freuen sich, «das Werk unseres Grossvaters und Vaters weiterzuführen». Sie sind bereits 2004 und 2005 in die Firma eingetreten und wurden 2010 an der Firma mitbeteiligt. Beide haben eine Hochbauzeichnerlehre und eine Zusatzlehre als Maurer absolviert, bevor sie die Bauführerschule in Aarau sowie die Baumeisterschule in Sursee und schliesslich die Ausbildung als eidgenössisch diplomierter Baumeister abschlossen. Beide hatten damit genügend Zeit, sich in der Firma einzuleben, die Arbeiten und Strukturen, die Mitarbeitenden und Partner kennen zu lernen und schrittweise die volle Verantwortung zu übernehmen.

Eine Firma mit 170 Mitarbeitenden

Der grosse Ausbau der Sterki Bau AG auf nun 170 Mitarbeitende erfolgte erst, als klar war, dass beide Söhne in die Firma einsteigen würden, erklärt Guido Sterki.

«Die Rückmeldungen von Architekten und Bauherren auf die Arbeit von Philipp und Daniel war immer positiv. So darf ich stolz sein, dass die beiden in meine Fussstapfen treten.»

Damit werden Philipp und Daniel Sterki Besitzer der Sterki Bau AG, tragen die volle Verantwortung für das Unternehmen und seine Mitarbeitenden und werden jeweils zweijährlich alternierend das Verwaltungsratspräsidium innehaben.

1950 legte Othmar Sterki den Grundstein für die Firma in Günsberg. 1974 trat sein Sohn Guido in die Firma ein. Um den Arbeitsablauf zu optimieren, wurde für den wachsenden Betrieb 1979 ein Werkhof in Bellach übernommen. 1991 trat Othmar Sterki in den Ruhestand. Mit der Übernahme des Geschäfts durch Guido Sterki wurde die Bauunternehmung in die Sterki Bau AG umgewandelt. Der Hauptsitz wurde 2002 von Günsberg nach Solothurn verlegt. Aus dem Kleinbetrieb ist inzwischen eine mittelständische Bauunternehmung mit 170 Mitarbeitenden geworden. (szr)