Einwohnerstatistik

Solothurn behält die Nase vor Grenchen

Solothurn ist eine begehrte Stadt zum Wohnen

Die Stadt Solothurn konnte 2014 nur ganz wenig wachsen, behält aber die Nase vor Grenchen. Die Einwohner-Gesamtzahl kommt auf über 17'000. Ein Fünftel der Solothurner sind ausländischer Herkunft aus fast 100 verschiedenen Ländern.

Nein, gegen Olten ist kein Kraut gewachsen, mit einer ständigen Wohnbevölkerung von 17 430 Personen bleibt die Dreitannenstadt das Mass aller Dinge. Doch dann kommt Solothurn, auch wenn der unterschiedliche Ausweis der offiziellen Einwohnerzahl auf den ersten Blick eine andere Interpretation zulässt.

Die Uhrenstädter nehmen nämlich auch ihre 273 Wochenaufenthalter und 25 Asylbewerber in die Einwohner-Gesamtzahl auf und bringen es damit auf die Zahl 16 817. Ohne diese zwei Kategorien käme Grenchen nur auf 16 519 Personen, Solothurn auf 16 539 – also auf 20 mehr als die Nachbarstadt. «Alle Kategorien gezählt, kommen wir jedenfalls auf mehr als 17 000 Personen», bestätigt Matthias Beutenmüller, Chef Einwohnerdienste der Stadt Solothurn.

Unschlagbar ist Grenchen allerdings beim Ausländeranteil, der mit 32 Prozent jenen von Solothurn mit nur 20,35 Prozent bei Weitem übertrifft. Damit liegt er in Solothurn leicht höher als im Vorjahr, doch auffällig ist, dass die Stadtbevölkerung mit einem Nettozuwachs von 52 Personen die Wachstumsraten von zuletzt jährlich klar über 100 Köpfen nicht mehr erreicht hat. Damit schlägt sich die zuletzt geringere Wohnbautätigkeit in der Wachstumskurve nieder.

Die Deutschen bleiben Spitze

Aus 97 Staaten stammt die ausländische Wohnbevölkerung der Stadt Solothurn – ein bunt gewürfeltes Völkchen, wobei es klare Mehrheitsverhältnisse bei den stärksten Gruppierungen gibt. Seit Jahren die Leaderrolle inne haben die Deutschen mit 652 Staatsangehörigen, gefolgt von 512 Personen aus Italien und 405 aus der Türkei.

Bei diesen drei Nationalitäten gab es geringe Verschiebungen, im Gegensatz zu den Serben, die – wohl auch wegen der total 58 Einbürgerungen – um 39 Köpfe zurückgegangen sind. Den prozentual stärksten Zuwachs verzeichnete Eritrea mit 19 Personen. Von den 131 Geburten in Solothurn waren 32 ausländischer Herkunft, bei den 171 Todesfällen waren es nur 13.

Die Christenheit «mingeret»

Die christlichen Konfessionen leiden weiter unter Mitgliederschwund: Katholiken gibts in Solothurn 73 weniger als noch vor Jahresfrist, Reformierte gar 94 weniger. Die grösste Gruppierung, die der Konfessionslosen, ist um 143 auf über 6000 Angehörige angewachsen, die «anderen Religionen» mit einem Plus von 80 Personen sind ebenfalls erstarkt. Muslime weist die Statistik nicht aus, doch dürfte ihre Zahl in Solothurn bei rund 2000 Personen liegen.

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