Über eins waren sich alle Gemeinderäte und alle Fraktionen einig: Das Stadttheater gehört zu Solothurn. Nur dass es unter derzeitigen Bedingungen nicht weiter betrieben werden kann – und nicht nur aus Sicherheitsgründen. Gerade auch die zurzeit fehlende Rollstuhlgängigkeit bleibt als Mangel zwingend zu beanstanden, wie Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamtes, betonte.

So wurde aus den insgesamt sieben Variantenentwürfen das letzte zur Weiterbearbeitung gutgeheissen und zu diesem Zweck ein entsprechender Nachtragskredit von 380 000 Franken für die Projektausarbeitung gesprochen. Die Variante 7 sieht einen Komplettumbau mit Einbezug des nachträglich erworbenen Krieg-Hauses vor. Auch soll damit die Lichthöhe des Theatersaals um 40 Zentimeter erhöht werden.

Nun äusserten die Fraktionen lediglich die Hoffnung, zu den bereits zweckgebunden vorfinanzierten 9,6 Millionen Franken kämen weitere 5 Millionen aus dem kantonalen Lotteriefonds hinzu. Doch bis zum aktuellen Zeitpunkt ist der Entscheid des Kulturkuratoriums noch ausstehend. Damit blieben lediglich gut weitere 5 Millionen Franken, die die Stadt direkt investieren oder – wie es ein Teil der Fraktionen bereits heute fordern – über private Geldgeber oder Sponsoren beschaffen sollte. Eine Möglichkeit des so genannten Public Private Partnership steht zurzeit nicht in Aussicht: Dabei würde ein Geldgeber der Privatwirtschaft einen Geldbetrag für die Stadttheater-Sanierung sprechen.