Solothurn
Aus Trüssel wurde Steiner – die Bäckerei in der Nähe des Bahnhofs hat einen neuen Namen

Seit einem Jahr führt die Familie Steiner die Bäckerei in der Nähe des Solothurner Bahnhofs. Dass sie die Besitzer der Bäckerei sind, sieht man jetzt auch von aussen.

Fabio Vonarburg
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Aus Trüssel wurde Steiner. Von links: Fabio, Ramona und Ursula Steiner.

Aus Trüssel wurde Steiner. Von links: Fabio, Ramona und Ursula Steiner.

Michel Lüthi

Vielen wird es erst in den vergangenen Wochen aufgefallen sein, dass sich an der Hauptbahnhofstrasse 4 etwas verändert hat. Dabei ist die Veränderung bereits vor einem Jahr passiert, doch erst jetzt wurde diese auch so richtig sichtbar. Der Schriftzug «Trüssel» ist verschwunden, an der Fassade der Bäckerei ist jetzt «Steiner» zu lesen.

Damit ist nun auch von Aussen erkennbar, was den meisten Kundinnen und Kunden beim Essen des Brotes nicht aufgefallen ist. Es sind neue Besitzer am Werk. Ein Jahr ist es nun her, dass die Familie Steiner die Bäckerei an der Hauptbahnhofstrasse 4 führt. Ihnen war es wichtig, an die gute Qualität der Backwaren ihres Vorgängers anzuknüpfen, der Bäckerei Trüssel.

Bäckerei wird wieder von der Familie geführt

Diese hatte den Laden jahrelang von der Familie Steiner gepachtet. Als der Pachtvertrag auslief, sah die Familie Steiner ihre Chance, den einstigen Familienbetrieb wieder selber zu führen. Denn es war einst der Grossvater von Ursula Steiner-von Arx, der Urgrossvater von Ramona und Fabio Steiner, der 1906 an diesem Standort eine Bäckerei eröffnete. Die Bäckerei von Arx blieb bis in die 70er-Jahre. Zuletzt wurde sie vom Vater von Ursula Steiner geführt, die ein Teil ihrer Kindheit in der Bäckerei verbracht hat.

«Noch heute erinnern sich einige Kundinnen und Kunden an mich als Kind», lacht Ursula Steiner (56 Jahre alt), die Spass daran hat, den Laden gemeinsam mit ihren Kindern Fabio (27) und Ramona (30) zu führen.

Traum von Fabio Steiner wurde Realität

Fabio ist der Herr der Backstube, der bereits zu Schulzeiten gewusst hat, dass er einmal den Familienbetrieb wieder aufnehmen möchte. Trotz der Warnung von Seiten seiner Grossmutter, dass damit viel Arbeit verbunden sei.

Ramona und Ursula kümmern sich um das Administrative, den Laden und das Café, wobei Ramona Steiner zudem den Auftritt der Bäckerei in den sozialen Medien vorantreibt.

Und wann immer es ihn braucht, hilft auch Ehemann sprich Vater Kurt Steiner (59) in der Bäckerei mit, die nebst der Familie 10 Festangestellte sowie drei Lernende und einen Praktikanten beschäftigt.

Ein Jahr hat nun die Familie bereits beinahe täglich zusammengearbeitet. Wie fällt das Zwischenfazit aus? «Es harmoniert super», sagt Fabio Steiner und seine Schwester ergänzt: «Wir haben schon vorher an Anlässen miteinander gearbeitet und Caterings organisiert. Wir haben gewusst, dass es funktioniert.»

Von Anfang an gewusst haben die Steiners auch, dass sie die Bäckerei nach einer Übergangszeit unter ihrem Namen führen wollen. Doch warum war dies so klar? «Ganz einfach. Weil wir Steiner sind», sagt Ursula Steiner und ergänzt: «Die Bäckerei ist ein Teil von uns. Das soll man auch sehen.»