Solothurn
«Auch Erwachsene hören gerne zu»: Am Sonntag, 29. August, ist der 3. Solothurner Märlitag

Nahrung für die Seele: Der 3. Solothurner Märli-Tag ist in den Startlöchern. Dieser ist am Sonntag, 29. August.

Fabio Vonarburg
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Bild vom Märlitag Solothurn 2019 und somit von der Premiere.

Bild vom Märlitag Solothurn 2019 und somit von der Premiere.

Zvg

«Es war einmal», so beginnen viele Märchen, auch die Geschichte über den Märli-Tag in Solothurn kann man auf diese Weise erzählen: Es war einmal die Kindergartenlehrperson Dominique Eggenschwiler, die in einer schlaflosen Nacht nicht etwa von einem Geist, sondern einer Idee heimgesucht wurde. «Warum gibt es keinen Märli-Tag in Solothurn?», fragte sie sich in der Dunkelheit, ohne dass sie jemals an einem solchen gewesen wäre. Tags darauf schrieb sie Urs Bucher vom Kapuzinerkloster, was er dazu sage. «Machen wir», antwortete er, und das Herz von Eggenschwiler begann wie wild zu klopfen. Denn jetzt gab es kein Zurück mehr.

Doppelt so viele Erzähler und Erzählerinnen

Zum Glück, wie man heute weiss, denn der erste Märli-Tag 2019 war ein grosser Erfolg. Um die 600 Kinder, Jugendliche, Eltern und Grosseltern lauschten den Geschichten der acht Erzählerinnen und Erzähler, liessen sich hineinziehen in den Bann der Märchen. Coronabedingt fand die Veranstaltung im vergangenen Jahr nur virtuell statt, nun treffen sich die Märchenfreunde in einer Woche, am Sonntag, 29. August, wieder rund ums Kapuzinerkloster. An der dritten Ausgabe des Märli-Tags sind doppelt so viele Erzählerinnen und Erzähler zu hören als bei der Premiere.

Darunter hat es auch solche aus der Region. Wie etwa Bruno Durrer aus Solothurn, der eine Geschichte aus der Innerschweiz erzählt, in der Zwerge einem Bauern zur Hilfe eilen. Auch dabei ist Erzählerin Cristina Roters aus Rüttenen. Wer ihr zuhört, wird mitgenommen auf eine magische und spannende Reise eines Mädchens, das das Schloss verlassen muss, um eine gefährliche Aufgabe zu lösen.

Organisatorin Eggenschwiler freut sich besonders auf Claudia Capaul, die sie schon lange einmal live erleben wollte. «Und Veronika Medici», ergänzt sie. Medici war bereits beim ersten Märli-Tag mit von der Partie. Sie sei immer wieder beeindruckt von der Erzählkunst der passionierten Erzählerin, sagt Eggenschwiler. «Auch Erwachsene hören gerne zu, wenn jemand schön erzählen kann.»

Für Eggenschwiler sind Märchen Seelennahrung. «Es ist ein uraltes gewachsenes Kulturgut. Wir können schon sagen, es ist nur ein Märchen. Aber Märchen haben so viel mit uns selber zu tun. Es sind die grossen Emotionen, die in Märchen behandelt werden. Es sind dieselben wie noch vor 500 Jahren.»

Nun hoffen sie und ihre Vorstandskolleginnen und -kollegen auf schönes Wetter. Denn wegen der laufenden Pandemie wurde der Anlass, der auf Oktober terminiert war, vorverschoben. Damit es draussen genügend warm ist und draussen den Geschichten gelauscht werden kann. Doch auch im Falle von Regen wird mit Zelten vorgesorgt sein.

Hinweis
3. Solothurner Märli-Tag, Sonntag, 29. August, beim Kapuzinerkloster. Weitere Informationen und Vorverkauf unter www.solo-thurner-maerlitag.ch. Ein Einzelticket kostet 15 Franken, das Familienticket 25 Franken.

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