Tödlicher Brand
Solothurn: 73-Jährige stirbt nach Dachstockbrand

Am Dienstagmorgen wurde eine 73-jährige Frau in Solothurn bei einem Dachstockbrand getötet. Der Brandherd war für die Feuerwehr schwer zu erreichen.

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Brand in Solothurn: Eine Frau stirbt
7 Bilder
Rauch und Flammen steigen aus dem Dachstock auf
Feuerwehrleute stegen aufs Dach.
Die Feuerwehr im Einsatz
Nur eine Hausbewohnerin konnte sich retten
Der Brand ereignete sich direkt hinter dem Kapuzinerkloster

Brand in Solothurn: Eine Frau stirbt

Wolfgang Wagmann

Kurz nach halb fünf heute Dienstagmorgen wurde der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn gemeldet, dass im Dachstock des Hauses an der Greibengasse 19 ein Brand ausgebrochen sei.

Die Polizei konnte eine ältere Frau ins Freie bringen. Wie es vonseiten der Kantonspolizei heisst, blieben die unverzüglich eingeleiteten Reanimationsmassnahmen erfolglos. Die Frau verstarb noch vor Ort. Zur Klärung der genauen Todesursache wurde sie in das Institut für Rechtsmedizin überführt.

Die Stützpunktfeuerwehr Solothurn stand mit rund 30 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen im Einsatz. Sie hatte den Brand rasch unter Kontrolle. Die Brandursache ist derzeit noch nicht bekannt und wird durch Spezialisten der Brandermittlung untersucht. Am Gebäude und den Einrichtungen entstand ein Gesamtschaden von mehreren 10'000 Franken.

Gute Arbeit geleistet

Das Greibenquartier mit seinen engen verschachtelten Gässchen zwischen den Umfriedungsmauern der einzelnen Liegenschaften war für die Solothurner Feuerwehr eine spezielle Herausforderung. «Wir konnten nicht vor das Haus fahren, sondern mussten alles Material hintragen», schilderte Einsatzleiter Boris Anderegg das Vorgehen. Den Brandherd hatte er jedoch beim Eintreffen nach dem Alarm um 4.38 Uhr sofort lokalisieren können. Die vorher eingetroffene Polizeipatrouille war bereits an der Bergung jener Hausbewohnerin gewesen, die nachher verstarb. «Wir halfen dabei und schickten sofort einen Trupp hinein, um abzuklären, ob noch weitere Personen im Haus sind», so Anderegg.

Nach fünf Minuten sei festgestanden, dass das Haus leer war, was auch die Frau bestätigte, die das Haus aus eigener Kraft verlassen konnte. «Nun ging es darum, ein Übergreifen der Flammen auf den noch unversehrten Gebäudeteil zu verhindern, was uns auch gelang.» Zudem habe man Wasserschäden vermeiden können, «unsere Leute leisteten sehr gute Arbeit», betonte der Feuerwehr-Leutnant. (ww/wak)