Solothurn
Jürg und Juerg stellen gemeinsam aus

Die Galerie Löiegruebe Solothurn zeigt einen Mix von Arbeiten der Künstlerfreunde Jürg Ottiger und Juerg Dreier.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Jürg Ottiger und Juerg Dreier in der Galerie Löiegruebe Solothurn.

Jürg Ottiger und Juerg Dreier in der Galerie Löiegruebe Solothurn.

Fränzi Zwahlen-Saner

Sie kennen sich schon viele Jahre, haben zusammen gearbeitet, zusammen Bier getrunken, zusammen über Kunst diskutiert und arbeiten erst noch in der gleichen Branche: als technische Mitarbeiter in den Kunstmuseen von Solothurn und Grenchen. Doch gegenseitig ihr künstlerisches Schaffen präsentiert und dann noch gemeinsam der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, das haben Jürg Ottiger und Juerg Dreier noch nie. Da bedurfte es des Galeristen der Galerie Löiegruebe, Daniel Eymann, der den beiden seine Galerieräume an der Löwengasse zur Verfügung stellte.

Gehängt wurden die Arbeiten, die alle in den letzten Monaten entstanden sind, meist abwechslungsweise, einmal Ottiger, einmal Dreier. Das ist einerseits kurzweilig, andererseits ergeben sich immer wieder Anknüpfungspunkte.

Inspiriert durch Stein

Jürg Ottiger, 1951 in Luzern geboren und seit vielen Jahren in Solothurn zuhause, hat sich in seinem Werk dem Stein verschrieben. Es ist die Textur, die Oberfläche des Gesteins, welche ihn fasziniert und die er auf vielfältige Art und Weise darzustellen versteht. Ob im Linol- oder Holzdruck, in der Aquatinta oder als Prägung.

Auffallend ist ein ganz bestimmter Stein in seinen Arbeiten öfter zu sehen. Dieser «Brocken» scheint den Künstler total zu inspirieren. Ottiger bestätigt dies. Wer hat nicht schon selbst Steine am Wegrand aufgehoben und unerklärlicher Weise mit nach Haus genommen? Ottiger versteht es auch mit Farben umzugehen. Oft wird ein sattes Gelb oder Orange verwendet, dann wieder Schwarz- und Grautöne.

Juerg Dreier, (*1959) ebenfalls in Solothurn zuhause, verwendet als Grundlage seiner Arbeiten Fotografien. Sie stammen aus seinem nahen Umfeld, meist mit dem Handy geschossen. Er verfremdet und entfremdet die Objekte seiner Kamera, so dass das Naheliegende, eine weit entfernte, oft sehnsuchtsbehaftete Dimension erhält. Hin und wieder sind sie mit nicht entzifferbaren Texten markiert – geheimnisvolle Botschaften?

Hinweis: Bis 10. Juli, Freitag 17-20 Uhr; Samstag 11-17 Uhr.