180 Zuschauerinnen und Zuschauer haben am Wochenende im Hallenbad der Pädagogischen Hochschule weit über 40 Synchronschwimmerinnen, aufgeteilt in sechs Gruppen, auf hoher See begleitet. Die fiktive Reise führte vom Orient über Grönland bis nach Mallorca. Die Begeisterung der vielen Angehörigen fand keine Grenzen, und die zum Teil federleichten Kids, Jugendlichen und Ehemaligen wurden – mit Recht – wie Popstars gefeiert.

Show der Synchronschwimmerinnen des Schwimmclubs Solothurn 2015

Show der Synchronschwimmerinnen des Schwimmclubs Solothurn

Grazil wie Ballerinas, dehnbar wie Turnerinnen und ausdauernd wie Leichtathletinnen müssen die Kinder und Jugendlichen sein, um all die wunderschönen Figuren aufs Wasser zu zaubern, von denen man kaum genug zu sehen bekam.

Luft anhalten, drehen, auf- und abtauchen, die langen Beine hochstrecken und Kreise bilden im abgedunkelten Bad, das erfahrene Techniker in eine mystische Welt verwandelt hatten, indem sie die gelenkigen Stars einmal in gedämpftes Licht und ein anderes Mal voll ins Scheinwerferlicht tauchten.

Und die Stimmung mit wunderschönen Melodien zum Höhepunkt brachten. Wunderbar dazu passten die glitzernden und in vielen Farben schillernden Badeanzüge, die an die ganz grossen Bühnen der Schwimmwelt erinnerten.

Mindestens 18 Stunden sind nötig

So leicht es auch daher kommt, Synchronschwimmen ist ein harter Sport. «18 bis 21 Stunden Training die Woche», räumte Fachwartin Ramona von Gunten auf mit den Meinungen all jener, die glauben, mit ein bisschen Plantschen im Wasser sei es getan. Trotzdem: Die Synchronschwimmerinnen nehmen solche Strapazen auf sich, weil sie ihr Hobby über alles lieben und selbst dann nicht davon ablassen können, wenn sie ihre aktive Zeit hinter sich gelassen haben. «Sie arbeiten weiter als ehrenamtliche Trainerinnen», sagt Romana von Gunten.

So hat eine junge Trainerin auch das Drehbuch für die Show-Kür geschrieben, die den verheissungsvollen Titel «Oceanita MS SCSO» trug und von den Schwimmerinnen mit Begeisterung getragen und mit weiteren Ideen ergänzt wurde.

«Man kann im Wasser so vieles bewirken,» drückte die 18-jährige Lea, seit zehn Jahren dabei, ihre ungebrochene Freude an ihrem Hobby aus, das sie trotz akrobatischen Höchstleistungen im Wasser mit ungebrochenem Enthusiasmus ausübt.

Doch das ist nicht alles: «Man kann Emotionen zeigen und sich darüber freuen, dass aus dem harten Training etwas Schönes entsteht, mit dem man anderen Freude bereiten kann.» Das sieht auch die 21-jährige Flavia so. «Je länger man trainiert, desto perfekter wird man», weiss sie aus Erfahrung, denn bereits als Neunjährige hat sie ihre Karriere als Synchronschwimmerin begonnen.

Unterstützt wird sie von der fast gleichaltrigen Christine: «Es braucht lange, bis man die Technik im Wasser beherrscht und das Gespür dafür bekommt», sagt sie, bevor sich die drei perfekt geschminkten Wassernixen auf den nächsten Auftritt vorbereiten und ins Bad entschwinden.

Das Synchronschwimmen ist die jüngste und eine sehr erfolgreiche Sparte des Schwimmclubs. Zu den Höhepunkten gehören Wettkämpfe auf der ganzen Welt.