Nein, im Sonderschau-Zelt geht kein Wind, auch wenn sich das «Windredli» zum Windpark Grenchenberge dreht. Und deshalb rauscht es auch nicht in der Krone des grossen Kabelbaums, der jedoch inzwischen viele Blätter erhalten hat. «95 Prozent der 220 000 Franken, die mit Anteilscheinen zu je 1000 Franken die Inbetriebnahme der Solaranlage im Wallierhof ermöglichen, sind beisammen. Das ist enorm», kann OK-Mitglied Beat Späti schon am Samstagabend verkünden.

Dies, ehe Regierungsrätin Esther Gassler definitiv den Schalter umlegt, womit der «Solar-Pfuus» vom Dach des Landwirtschaftlichen Ausbildungszentrums ins Netz fliesst. Den imposanten Kabelbaum möchte das OK der Unternehmer-Initiative «Neue Energie Solothurn» an ein Unternehmen veräussern und damit das Restdefizit der Sonderschau von 35000 Franken decken. «Der ganze Rest der Ausstellung dagegen wird verschrottet», erklären Späti und sein OK-Kollegen Daniel Lehmann doch ein wenig traurig, «niemand will die ganze Ausstellung haben.»

Doch vieles ist geblieben

«Gerühmt wurde die Professionalität und der Informationsgehalt der Sonderschau», zeigte sich Lehmann über das grosse Publikumsinteresse erfreut. «Es gab Leute, die sich an die Expo .02 zurückversetzt fühlten.» Beat Späti freute sich speziell über das Interesse der Schülerinnen und Schüler, «sie machten mit und stellten keinen Blödsinn an.» Für den Besuch im Sonderschauzelt hätten auch die Lehrkräfte ihre Kinder und Jugendlichen gut eingestellt. «Die ganze Thematik hat angesprochen und war top-aktuell», spricht Späti auch den Eröffnungsbesuch von Energieministerin Doris Leuthard an –«ohne die Sonderschau wäre sie gar nicht nach Solothurn gekommen.»

Übrig bleiben von der Ausstellung auch die informativen Booklets, die an Schulen verteilt werden sollen. Spezielle Bedeutung habe in der gesamten Ausstellung die Erkenntnis gehabt, dass die Schweiz dank 60 Prozent der Stromerzeugung aus der Wasserkraft schon heue eine Pionierrolle für die Produktion von erneuerbarer Energie innehat und «auch für Europa eine Drescheibe zu diesem Thema sein wird», meint Daniel Lehmann. Viele Leute hätten die Sonderschau mehrfach besucht – wenn überhaupt Detailkritik, so spricht Beat Späti einen Punkt an: «Das Energiesparen ist etwas zu kurz gekommen.»