Am Sonntag schloss der Kunst-Supermarkt zum 17. Mal seine Pforten. Nicht weniger als 3150 der insgesamt rund 7000 Werke von 90 Kunstschaffenden gingen in rund acht Wochen in der Rothus-Halle über den Ladentisch. «Damit haben wir unser Erfolgsziel erreicht. Ausserdem lief es gar besser als bei der letzten Durchführung», resümiert Peter-Lukas Meier.

Doch der langjährige, anhaltende Erfolg, sagt der Initiant und Organisator, komme nicht von selbst: «Es muss viel gemacht werden, gerade im Bereich Marketing.» Und so sei im Vorfeld neu ein Werbe-Videoclip zum Kunst-Supermarkt über Facebook gestreut worden, um neue Zielgruppen zu gewinnen. Dabei gehe es nicht nur um direkte Verkäufe, sondern allgemein darum, das Interesse nachhaltig zu wecken. Dass das Schweizer Fernsehen für eine Produktion der Sendung «Kulturplatz» bei Meier zu Besuch war, hatte ebenfalls seinen Effekt. «Dazu erhielten wir nur positive Rückmeldungen», auch wenn sich Meier noch kritischere Fragen gewünscht habe.

Provokativ mutete beispielsweise das neu eingeführte Gefäss «Pimp my Art» an, bei dem alte, dem Müll oder Brocki geweihte Gemälde durch Künstler vor Ort im wahrsten Sinn einen neuen Anstrich erhielten. Genau dieses neue Format fand nun eben grossen Anklang. «Schliesslich haben wir auch keine Werke lebender Künstler umgestalten lassen.»

Gerade die provokative Auseinandersetzung, die dem Anlass im Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz sonst beabsichtigterweise innewohnte, sei etwas abgeflacht, stellt Meier fest. «Heute geht es vor allem um den Inhalt. Wenn ein Bild gefällt, erübrigt sich die Frage darüber, was man in der Kunst darf und was nicht.» Und Gefallen gefunden hat vieles, weswegen Meier auch nicht von Trends sprechen kann: «Der Kunst-Supermarkt definiert sich über die Breite zwischen ‹abstrakt› und ‹figürlich›, die er abdeckt. Unsere Herausforderung besteht darin, die entsprechenden Künstler zu finden.»

Entsprechend vielfältig war auch heuer das Angebot. Besonders beliebt waren laut Meier unter anderem Bilder, bei denen die Künstler ihren Blick auf Solothurner Motive richteten. (ak)