Bürgerrat
Sofort sanieren oder nicht? Waldpark gab einmal mehr zu reden

Soll der Waldpark sofort saniert werden oder nicht? Um diese Frage drehten sich die Diskussionen im Bürgerrat Solothurn zum Waldpark Wengistein.

Mark A. Herzig
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Oliver Menge

Der Waldpark Wengistein, ein kulturhistorisch bedeutendes Ensemble, wurde 1813 errichtet. Er liegt auf Rüttener Gemeindegebiet und befindet sich im Besitz der Bürgergemeinde Solothurn, deshalb ist er immer wieder Traktandum in deren Bürgerrat. Denn er wird zwar durch den Forstbetrieb regelmässig gepflegt und bewirtschaftet, bedürfte aber seit Jahren einer grundsätzlichen Sanierung respektive Aufwertung. Dies liegt auch im Interesse von Denkmal- und Naturschutz.

«Burglind» lässt grüssen

Eine Unterstellung des Wengistein unter Denkmalschutz ist schon länger ein Diskussionspunkt. Nachdem nun der Sturm Burglind am pittoresken Betongeländer auf dem Känzeli grosse Schäden angerichtet hat, ist sie nach Meinung der Forstkommission endgültig zu klären - immerhin hängt ein namhafter Beitrag der kantonalen Denkmalpflege an die Kosten von rund 50 000 Franken von der Unterschutzstellung ab.

Keine optimale Lösung

Der Bürgerrat beschloss nach eingehender Diskussion, den Entscheid betreffend die Geländersanierung nach der Klärung der Frage der Unterschutzstellung zu fällen und beauftragte den Forstbetriebsleiter, diesen Komplex neu zu beurteilen. Das Dilemma: Wird das Geländer nicht in nützlicher Frist saniert, können weitere Schäden auftreten – wird es sogleich wiederhergestellt, fallen alle Kosten bei der Bürgergemeinde an. Nach Klärung dieser Fragen sollen Erhalt, Aufwertung und Bewirtschaftung des Waldparks Wengi- stein erneut diskutiert werden.

Treffen mit Einsiedler kostet

Im Weiteren wurde auch der bisherige Gebührentarif der Bürgergemeinde ergänzt. Neu aufgenommen wurden Treffen mit Einsiedler Michael Daum in der Verenaschlucht. Dieser ist bekanntlich von der Bürgergemeinde angestellt. Sie kosten nun für Gruppen bis 24 Personen 150 Franken, für solche mit bis zu 48 Personen 200 Franken. Der Präsident betonte, dass diese nicht als Einsiedeleiführungen im herkömmlichen Sinn, sondern eben als Begegnungen mit dem Einsiedler zu verstehen sind.

Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger wurde zudem in den Stiftungsrat der Ott-Lütolf-Stiftung gewählt. Sie ist zur Unterstützung von Bewohnerinnen und Bewohnern der beiden Häuser des Altersheims eingerichtet. Wyniger folgt auf den verstorbenen Franz Schaller.