40 Jahre HESO – bei OK-Präsident Urs Unterlerchner kein Grund für riesige Aktivitäten. «Wir werden das Jubiläum nur im kleinen Rahmen feiern.» Immerhin – und darauf ist das OK stolz - wird mit Ueli Maurer zum wiederholten Mal ein Bundesrat die HESO am Freitag, 22. September, abends ab 17 Uhr eröffnen. Stolz ist aber auch Geschäftsstellenleiter Tomas Zindel: «Seit Monaten ist die HESO ausverkauft.» Das sei nicht selbstverständlich in der Schweizer Messelandschaft. «Viele Leute staunen, wenn sie im Frühling noch vergeblich nach Standflächen nachfragen.»

Nun, das HESO-Areal ist bekanntlich begrenzt, und die 7000 Quadratmeter teilen sich diesmal 264 Aussteller – das sind acht weniger als noch im Vorjahr. Rund 60 Aussteller mussten sogar über die Klinge springen. Wichtig ist aber für Zindel und sein OK-Team, dass der regionale Fokus auf die Herbstmesse erhalten bleibt. «59 Prozent stammen weiterhin aus der Stadt und Agglomeration, 75 Prozent aus der ganzen Region», zählt Zindel eines der wichtigsten Erfolgskriterien neben dem Gratiseintritt und der breiten Programmgestaltung an der HESO auf.

Ok-Präsident Urs Unterlerchner: «75 Prozent der HESO-Aussteller kommen aus der Region.»

Ok-Präsident Urs Unterlerchner: «75 Prozent der HESO-Aussteller kommen aus der Region.»

Söili, Harleys und Nightlife

Das Attraktionen-Paket an der HESO ist geschnürt: «Zweimal pro Tag wird es im Schanzengraben ein Söilirennen geben. Es ist in unserem Programm nicht mehr wegzudenken», hält Thomas Zindel zur bereits vierten Auflage des beliebten Publikumsspektakels fest. Im Schanzengraben kann das OK auf die bewährten Partner zählen - sei es im Tagesablauf oder im Nachtleben.

Die Tagesaktivitäten des Jugendzelts werden allerdings neu in der Halle 11 des Betreiber Soho (früher Schützenhouse)stattfinden. Die Harley-Parade als röhrendes Finale am zweiten Messesonntag ist ebenfalls wieder aufgegleist, und als besondere Attraktion wird auch wieder der FC Basel einen HESO-Stand betreiben. Unter den Ständen will das OK erneut auch die drei schönsten durch eine Jury prämieren lassen.

Veränderte «Beizenlandschaft»

In Sachen Infrastruktur kann die Herbstmesse wieder auf zusätzliche 200 Parkplätze mit Bodenplatten auf dem Schanzmühle-Areal zählen. «Nur der Preis wird anders sein», so Zindel – neu kostet Parkieren den ganzen Tag 8 Franken, nur noch abends ist der Platz für den Fünfliber zu haben. Dafür können öV-Fahrer an die HESO täglich 100 Gratis-Rückfahrtickets beziehen. «Die gehen eigentlich immer weg», weiss der Geschäftsstellenleiter aus Erfahrung.

Der neue Bauchef Alain Walter konnte auf eine Veränderung in der HESO-«Beizenlandschaft» verweisen: Neu führt das Golf-Restaurant Wylihof ein «HESO-Bistro» mit warmen Gerichten anstelle des bisherigen «HESO-Kafis». Und nicht erwähnt wurde, aber bekannt ist, dass der «Wy- und Fischegge» neu von den Bööggiers der Narrenzunft Honolulu geführt wird.

Wohnheim Kontiki tritt auf

Jedes Jahr erhält unter der Affiche «HESO zeigt Herz» eine soziale Institution der Region eine Plattform an Herbstmesse. Diesmal geniesst das Wohnheim Kontiki mit Standort in Subingen dieses Gastrecht. «Wir treten mit unserem Stand als die RS Kontiki auf», erklärt Heimleiter Oscar Schmid die Philosophie des Standes, die sich an das Floss Kontiki von Thor Heyerdal anlehnt. Denn «RS» steht für «Rescue ship» oder Rettungsschiff, und genau dies sei das Wohnheim Kontiki für Menschen mit einer Behinderung.

Das Wohnheim entstand vor 37 Jahren, und zog 2010 an seinen heutigen Standort in Subingen, wo diesen Samstag auch das grosse Heimfest stattfindet. Im Heim selbst leben 54 Bewohner, betreut von 72 Mitarbeitenden. Thematisiert werden soll an der HESO laut Schmid auch der geplante Ausbau des Wohnheims Kontiki.

Berner Oberland zu Gast

Traditionell ist eine Tourimusregion weiterer Spezialgast an der HESO. Diesmal kann Direktor Albert Kruker - er lernte übrigens seine Frau vor 12 Jahren an der HESO kennen – die Region Lenk-Simmental präsentieren. «Da 80 Prozent unserer Gäste aus der Schweiz stammen, ist Solothurn für uns sehr wichtig», betonte er. Die Werbetrommel rührt Krukel mit Berner Oberländer Spezialitäten und unter anderem mit dem Schwerpunkt-Thema «Alp-Kultur».

Die Kebag ist mit der Sonderschau an der HESO präsent. Direktor Markus Juchli: «Abfall kann auch etwas Lustiges sein.»

Die Kebag ist mit der Sonderschau an der HESO präsent. Direktor Markus Juchli: «Abfall kann auch etwas Lustiges sein.»