Solothurn
So werden alte Kofmehl-Erinnerungen aufgefrischt

Neu verfügt die Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn über ein visuelles Archiv, das die ereignisreiche Zeit seit 1992 Revue passieren lässt. Dabei kann jeder seine eigenen Trouvaillen beisteuern.

Andreas Kaufmann
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1993 - Erster Flyer der Kulturfabrik Kofmehl
20 Bilder
1994 - Das Creep-Team feiert Weihnachten
1995 - Es «dijieridoot» im Creep Club
1996 - Die legendäre Skatebar
1997 - Schlagerabend im Kofmehl - ein Format, das früh Fuss fasste
1998 - Die «Lovebugs» erweisen dem Kofmehl ihre Reverenz
1999 - Die Kofmehl-Crew bereitet sich auf den Neubau vor
2000 - Ska - die Stilrichtung hat im Kofmehl lange Tradition
2001 - Cocktailparty - nur ein Beispiel der ausgefallenen Vielfalt in der Kulturfabrik
2002 - Sportlichkeit ist seit jeher die Devise
2003 - Die bezaubernde Jaël von «Lunik» im Kultur-Kubus Kofmehl
Die Kulturfabrik Kofmehl gewährt grosszügig Einblicke in ihr Bildarchiv
2005 - Admiral James T. zum Kofmehl - «Das Gebäude rostet bereits»
2006 - Dauergäste im Kofmehl: «Patent Ochsner»
2007 - Im Gästebuch finden sich auch immer «pop-artige» Einträge der Künstler, wie hier von Aloan
2008 - Silvester: Wild Wild West
2009 - Auch das Artwork hält immer neue Überraschungen bereit
2010 - Der Rostwürfel wird zur Kunstleinwand
2011 - Themenparty machen Laune - Silvester Stoopid
2012 - Auch zur Fasnachtszeit ein «Kraftort», wie beim Drumm-Gugu-Lala-Pfiff

1993 - Erster Flyer der Kulturfabrik Kofmehl

Kulturfabrik Kofmehl

«Weisch no, denn?» – Wer gern und oft in akuter Nostalgia und in Wehmut die guten alten Zeiten im Wochenend-Ausgang herbeisehnt, wird nun kaum aus dem Schwelgen und Schwärmen rauskommen. Die Kulturfabrik Kofmehl führt seit gestern Donnerstag ein umfassendes Bild-, Plakat- und sogar «Kunst»archiv im Internet, und dies mit farbigen Eindrücken über einen Zeitraum von 20 ereignisreichen Jahren.

«Aus der Not eine Tugend gemacht»

Das Archiv ist seit Sommer 2011 in der Planung und erhält bereits heute, zum Startzeitpunkt rund 6000 Bilder, im Vorfeld eingescannt und eingespiesen. Doch dabei wirds nicht bleiben: Handelt es sich doch um ein so genannt «generatives Online-Archive, zu welchem die Kofmehl_Besucher ihre eigenen verstaubten Fototrouvaillen beisteuern können. «Damit haben wir aus der Not eine Tugend gemacht», erinnert sich Kulturfabrik-Leiter Pipo Kofmehl.

Im Vorfeld des vergangenen 20-Jahre-Jubiläums des Kofmehls brüteten sein Team und er nämlich über möglichen Ideen, dem «Geburtstagskind» ein Geschenk zu machen. Da aber beispielsweise ein Bildband zu aufwändig gekommen wär, entschied man sich für das Online-Archiv. «Ausserdem ist ein Buch eine abgeschlossene Sache, das Archiv hier ist offen und entwickelt sich weiter.»

«Qualität steht vor Quantität»

Das Kofmehl-Archiv ist redaktionell teamintern betreut: Von Benutzern heraufgeladene Dateien werden gesichtet, bearbeitet, falls für brauchbar befunden, und schliesslich mit Schlagworten versehen. Dies im Sinne einer korrekt geführten «Betriebschronik». «Die Meinung ist nicht, möglichst viele Bilder ins System zu speisen», verdeutlicht Pipo Kofmehl: «Wir stellen die Qualität vor die Quantität und ermutigen die Kofmehl-Fans eher, ihr Lieblingsbild auszuwählen.»

Trotzdem: Schon jetzt kommt man aus dem Stöbern kaum mehr heraus. Sei es eine Getränkekarte von 1993, ein «Familienbild» der Kofmehl-Crew von 1994, eine Gästebuch-Karikatur der «Lovebugs» von 1998, unzählige Konzertbilder, wo man mit etwas Glück sich selbst im Publikum sieht und vieles mehr: Um dieses Album «durchzublättern» braucht es Zeit, sehr viel Zeit...

Kofmehl-Archiv: http://archiv.kofmehl.net/

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