Aufregung in der Stadt Solothurn als im September plötzlich die HESO-Beflaggung durch die Weihnachtsbeleuchtung ersetzt wurde. Da ging ein Raunen durch die Barockstadt. Was ist denn hier los? 

Das Geheimnis blieb nicht lange eines. Es kam raus: Coop dreht hier den diesjährigen Spot für die Weihnachtskampagne. 

Nach dem Deko-Wechsel in der Höhe wurde auch noch am Boden einiges verändert. Die Produktionsfirma schleppte säckeweise Kunstschnee heran, neben Blumenkübel wurden weihnächtlich geschmückte Tannen gestellt. Und so manche Solothurner standen plötzlich einem echten Rentier gegenüber. 

Dann hiess es Action: Am Samstagabend wurde der Bereich vom Krone- bis zum Märetplatz hermetisch abgeriegelt. Security-Mitarbeiter schauten, dass ja niemand zu nah kam, zu laut war, oder eine Kamera zückte. Die Angst war gross, dass Einzelheiten an die Öffentlichkeit - oder die Konkurrenz - gelangten.

Ein Bild, aufgenommen während des Drehs. Die Security-Mitarbeiter sind schon auf dem Weg.

Ein Bild, aufgenommen während des Drehs. Die Security-Mitarbeiter sind schon auf dem Weg.

Beim Dreh standen über 50 Statisten im Einsatz. Die meisten davon stammten aus der deutschsprachigen Schweiz. «Häufig auch aus der Region Solothurn», sagt Coop-Mediensprecher Ramón Gander. 

Passende Kulisse 

Doch wieso fiel die Wahl überhaupt auf Solothurn? Es sei eine «wirklich schöne Stadt, die die Schweiz hervorragend repräsentieren kann», schwärmt Gander. Für den Auftritt des Kinderchors Schwiizergoofe habe man zudem eine passende Kulisse gebraucht. Marktplatz und Hauptgasse würden sich dafür besonders gut eignen. 

Im 40-sekündigen Werbefilm, der am Sonntag zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, erkennen Solothurner ganz klar ihre Stadt.

Da steht ein Rentier mitten auf der von geschmückten Christbäumen gesäumten Hauptgasse, im Hintergrund zeichnen sich die Häuser rund um den Märetplatz ab. In einer Szene ist die Leuchtschrift des Cinema Palace erahnbar. Unkenntlich gemacht wurden hingegen die Schaufenster der Suteria. Von Schokolade ist nichts mehr zu sehen. Stattdessen stellte die Produktionsfirma Geschenkboxen und Bäumchen mit Lichterketten hinters Glas – ein Allerweltsweihnachtsladen.

Und wie viel hat der ganze Spass gekostet? Darüber gibt Coop keine Auskunft. «Wir äussern uns grundsätzlich nicht zu den Kosten der Werbespots», so Gander. Laut unseren Informationen verschlang der Dreh eine halbe Million Franken.

Drei weitere Spots folgen in den nächsten Wochen. (ldu)

Das Making-Of von den Coop-Weihnachtsspots 2015

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