Solothurn
«So schlecht ist der Sonntagsverkauf nicht gelaufen»

Caroline Spillmann, Geschäftsführerin der Stadt- und Gewerbevereinigung, hat die Geschäfte nach dem Sonntagsverkauf befragt und kommt zum Schluss: So schlecht wars gar nicht. Gezielten Kundenaktionen haben offenbar die Umsätze positiv beeinflusst.

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Caroline Spillmann, Geschäftsführerin der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn

Caroline Spillmann, Geschäftsführerin der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn

Andreas Kaufmann

Trotz des stürmischen und nassen Wetters ist der erste Sonntagsverkauf «so schlecht gar nicht gelaufen», meint Caroline Spillmann, Geschäftsführerin der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn SGSo. Sie stützt sich auf eine Erhebung bei 32 Geschäften, die sie am Montag zum Verlauf des Sonntagsverkaufs von 11 bis 17 Uhr befragt hatte.

Insgesamt hatten 52 Geschäfte geöffnet, an den Sonntagsverkäufen im Advent beteiligen sich jeweils rund 70 Läden in Solothurn.

Wenige wirklich unzufrieden

Positiv beeinflusst haben einige Geschäfte ihre Umsatzbilanz offenbar mit gezielten Kundenaktionen. Dabei wurden nicht einfach Rabatte gewährt, sondern auch spezieller Aufwand betrieben. Erfolgreich sei der Sonntag bei Mode Winiker verlaufen, «dies dank einer Modenschau», wie Caroline Spillmann betont. Dagegen hätten nur vier Geschäfte eine absolut negative Wertung wie «es ist gar nichts gelaufen» abgegeben. Zwei weitere Läden fanden den Sonntagsverkauf «schwach». Interessant ist dagegen die Diskrepanz bei den Grossverteilern: Während der Coop-Center Westring den Umsatz und die Kundenfrequenz als «schwach bis mässig» beurteilte, sahen die nahe Migros und der Jumbo-Markt an der Bielstrasse einen «hervorragenden» Geschäftsgang.

Migros hatte ebenfalls eine Kundenaktion lanciert, und im Jumbo-Markt, ausgerichtet auf Heimhandwerker und Hobbygärtner, herrscht derzeit ohnehin Hochsaison. Ebenfalls an der Bielstrasse gelegen verteilte auch das Einrichtungshaus «Conforama» die Note «sehr gut» für den Sonntag. In der Innenstadt galt dieses Prädikat auch für Manor oder Vögele Shoes, neun Geschäfte beurteilten den Geschäftsgang als «gut», vier Boutiquen für Damenmode sahen ein «mässig bis gut», einige wenige Geschäfte dagegen fanden ihre Umsätze und Frequenzen «mässig».

«Es hatte eigentlich immer Leute im Laden, manchmal bis zu zwanzig miteinander», so die Bilanz einer Geschäftsfrau an der Hauptgasse, «und die meisten kauften auch etwas, wenn auch nicht für grosse Beträge.»

Es sollten mehr mitmachen

Immerhin sorgte auch das Gratis-Angebot mitten im Nachmittag für weitgehend gut gefüllte Parkhäuser. «Und wir haben etliche auswärtige Kundinnen und Kunden festgestellt», glaubt die Geschäftsführerin der Stadt- und Gewerbevereinigung, dass die geplanten Aktionen wie auch die «Markierung» der offenen Geschäfte mit roten Teppichen und Buchsbäumchen durchaus etwas gebracht hätten.

Doch längst nicht vor allen Ladentüren sah die Kundschaft «rot», und genau diese Kritik sei auch bei einigen Geschäftsleuten deponiert worden: «Es ist schade, dass nicht mehr Geschäfte mitmachen», hat Caroline Spillmann bei ihrer Umfrage mehrmals zu hören bekommen. (ww)