Solothurner Fasnacht

So entstand der heurige Böög

Der Böög ist ein «Dotsch».

Böögg

Am Mittwochabend ging die Fasnacht zu Ende. Der Böög wurde verbrannt. Wir hatten den Böögier Rolf Grau schon während der Vorbereitungen besucht. Er erzählt, was hinter dem diesjährigen Sujet steckt.

 Auf Mundart ist es ein «Dotsch», im Jargon des 21. Jahrhunderts ein «Tussi», da am Mittwochabend als Böögg zum gewollten Raub der Flammen wurde – mit montiertem Selfie-Stick. Die Böggiers der Narrenzunft Honolulu nahmen somit bei der Sujetwahl ein durch und durch aktuelles Gesellschaftssymptom auf die Schippe, um die fünfte und schönste der Solothurner Jahreszeiten ausklingen zu lassen. Und im jährlichen «Geschlechterwechsel» des Bööggs war dieses Mal wieder eine weibliche Gestalt an der Reihe. «Dieses Mal ist der Bau ein wenig einfacher ausgefallen», sagt Bööggier Rolf Grau. «Wir waren in einem zeitlichen Verzug, konnten erst nach Neujahr damit beginnen. Ausserdem war die Fasnacht heuer früh dran.»

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