Solothurn

Sicherheitsproblem im Hafen: Die «Aareböötler» bekommen ihren eigenen Bootssteg

Durch einen neuen Bootssteg neben der Slipanlage will man die Sicherheit im Bootshafen wiederherstellen.

Durch einen neuen Bootssteg neben der Slipanlage will man die Sicherheit im Bootshafen wiederherstellen.

Bei der Slipanlage im Solothurner Bootshafen sind sich «Aareböötler» und Schiffsführer vermehrt in die Quere gekommen. Durch einen separaten Bootssteg soll nun die Sicherheit wiederhergestellt werden. Aufgrund von Lieferenpässen wird der Bootssteg jedoch erst auf Ende Badesaison fertig.

Beim «Aareböötlen» sind mehrere Routen möglich. Ein beliebter Einstiegsort für die Gummibootfahrer und Einhornkapitäne: der Solothurner Bootshafen. Dieser ist jedoch auch der einzige Ort in der Stadt, wo sich die Kleinbootfahrer und Schiffsführer in die Quere kommen. Deshalb sollen die «Aareböötler» dort ihren eigenen Bootssteg bekommen. Geplant war bisher, diesen bis Ende August fertigzustellen.
Wie die kantonale Abteilung für Wasserbau jedoch mitteilt, müssen die «Aareböötler» sich wohl noch bis im nächsten Jahr gedulden.

Gemäss Christoph Dietschi, Abteilungsleiter Wasserbau des Kantons, sollte der Bootssteg im Verlauf des Monats gebaut werden. Beteiligt am Bau sei eine Bauunternehmung sowie ein Metallbauer aus der Region. Aufgrund von Lieferengpässen verzögere sich die Realisierung. Genaueres dazu weiss Daniel Fasnacht aus der kantonalen Abteilung für Wasserbau: «Der Stegbauer hat uns mitgeteilt, dass die Lieferfristen bis zu drei Monaten dauern können.»

Das Fundament wurde bereits gegossen

Vor ungefähr einem Monat sei er gemeinsam mit dem Stegbauer vor Ort gewesen, so Fasnacht. «Das Fundament wurde schon erstellt und wäre bereit, um gesetzt zu werden», so Fasnacht. Damit warte man jedoch, bis alle Materialien für den Bootssteg eingetroffen sind. «Wir rechnen damit, dass der Bootssteg zwischen Anfang und Ende Oktober fertig wird.» Da die «Aareböötlisaison» meist bis Ende September daure, könne der neue Bootssteg wahrscheinlich erst so richtig im nächsten Frühling genutzt werden.

Gemäss Christoph Dietschi geht es in erster Linie um die Sicherheit im Solothurner Bootshafen. «Betroffen ist die bestehende Slipanlage, wo Schiffe ein- und ausgewassert werden können.» Diese werde vom TCS betrieben, gehöre aber dem Kanton. Diesen Frühling hätten sie Meldungen bezüglich Gefahren bekommen. «Es hat bereits heikle Situationen im Bootshafen gegeben», sagt Dietschi.
Wenn gleichzeitig Schiffe sowie Lenker von Kleinbooten die Slipanlage nutzen, gebe es ein Sicherheitsdefizit. Damit sich die «Aareböötler» und Motorboote beim Ein- und Auswassern in Zukunft nicht mehr in die Quere kommen, wird der Bootssteg speziell für Kleinboote wie Gummiboote gebaut. «Uns geht es darum, die Sicherheit für alle Nutzer beim Bootshafen wiederherzustellen», so Dietschi.

Bis zur Fertigstellung setzt man auf die Vernunft

Das Projekt kostet knapp 20000 Franken. Dieses wird vom TCS und dem Kanton gemeinsam finanziert. Zuständig für die Baubewilligung war jedoch die Stadt Solothurn. Mit dem neuen Einstiegsort ist gemäss Dietschi das Sicherheitsproblem gelöst. «Es ist der einzige Ort in der Stadt, wo alles zusammenkommt. Bei anderen Ein- und Ausstiegsorten gibt es keine solchen Probleme.»

Bis der neue Bootssteg jedoch fertig sei, setze man auf die Vernunft der Solothurner. «Jedes Jahr ist die Eigenverantwortung vom jedem gefordert, der sich auf dem Wasser bewegt. Beim gesamten Schiffsverkehr ist die gegenseitige Rücksichtnahme enorm wichtig», so Dietschi. Bauliche Massnahmen für die Übergangszeit gebe es keine. «Ein Provisorium wäre ein zu grosser Aufwand», ergänzt Dietschi. Mit dem Bootssteg setze die Abteilung Wasserbau auf eine langfristige Lösung.

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