Hauseigentümer

Sicherheit und Schutz stehen im Zentrum der Gebäudeversicherung

Die Gebäudeversicherung ist auch für Brände zuständig. (Symbolbild)

Die Gebäudeversicherung ist auch für Brände zuständig. (Symbolbild)

Die Gebäudeversicherung war Thema am Herbstanlass bei den Solothurner Hauseigentümern.

Es ist bekannt, das blauglänzende Gebäude an der Baselstrasse mit dem Logo SGV der Solothurnischen Gebäudeversicherung. Was aber steckt dahinter? Das erläuterte deren Direktor Markus Schüpbach am Herbstanlass des Hauseigentümerverbandes, zu dem sich 450 Interessierte im Landhaussaal eingefunden hatten.

«Die Solothurnische Gebäudeversicherungsanstalt (SGV) ist eine juristisch selbstständige, öffentlich-rechtliche Institution. Sie erfüllt einen Leistungsauftrag im Sinn eines effizienten und verantwortungsvollen Service Public», erklärte Markus Schüpbach und fuhr fort: «Im Zentrum stehen Sicherheit und Schutz unserer Kunden und ihrer Immobilien bei Feuer und Naturereignissen, also etwa Brand, Hochwasser, Sturm, Hagel, Erdrutsch und Steinschlag, Schneelast und Rutschungen. Die Dienstleistungen werden in den Bereichen Schadenverhütung, -bekämpfung und -erledigung erbracht.

Was der Versicherungswert ist

Wichtig zu wissen ist, dass der Versicherungs- nicht dem Verkehrswert entspricht. Er wird anhand der Grösse und des Kubikmeterpreises berechnet, dem Baukostenindex angepasst und alle zehn bis 15 Jahre überprüft; er entspricht den Wiederaufbaukosten eines Gebäudes ohne Einrichtung.

Wenn der Zustandswert eines Gebäudes unter der Hälfte des Neuwertes liegt, wird das Objekt zum Zeitwert versichert. Fast alle der Gebäude sind zum Neuwert versichert. Schüpbach rief in Erinnerung, dass wertvermehrende Massnahmen mitgeteilt werden sollen. Schätzungen, sie erfolgen kostenlos, werden von einem Experten der Gebäudeversicherung und zwei regionalen Baufachpersonen durchgeführt. Der Referent stellte mögliche Risikominimierung vor wie etwa gegen Hochwasser: wasserdichte Fenster, Türen und Tore; Schutzmauer oder -damm sowie mobile Wassersperren (Dammbalken, Sandsäcke) etc. Und dann ganz praktisch: Was ist bei einer Überschwemmung zu tun? Wasserstand markieren und Schaden dokumentieren, Wasser abpumpen, Trocknung einleiten, elektrische Installationen überprüfen oder reparieren, den Schaden bei Gebäude- und Hausratversicherung melden. Weitere Arbeiten und Reparaturen sind nach Kostengutsprache einzuleiten.

Markus Schüpbach erinnerte auch daran, dass die Kontrolle von Feuerungsanlagen neu geregelt ist. Die Verantwortung ist an die Eigentümer übergegangen. Deren Unterhaltspflicht gelte als erfüllt, wenn in zweckmässigen Zeitabständen durch eine zugelassene Fachperson eine sicherheitstechnische Wartung vorgenommen wird und allfällige Mängel behoben sind. Die Feuerungskontrolle wird vom kantonalen Amt für Umwelt eingefordert.

Eindrückliche Zahlen

Die Gebäudeversicherung koordiniert, finanziert, unterstützt und bildet die Feuerwehren des Kantons aus und steht somit für die Gesamtbevölkerung im Einsatz. Dazu sind rund 60 Mitarbeitende tätig. Versichert sind nahezu 100'000 Gebäude, das Versicherungskapital beträgt 90 Mrd. Franken.

Die Prämieneinnahmen werden im laufenden Jahr rund 46 Mio. Franken ausmachen, der Schadenaufwand liegt 35 Mio., der Betriebsaufwand bei 10,4 Mio. Franken An gebundenen Rückstellungen werden ausgewiesen: 38,5 Mio. Franken Interkantonale Risikogemeinschaft Elementar, 24 Mio. Erdbebenpool und 58 Mio. für Risiken bei Kapitalanlagen.

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