Solothurner Filmtage
Seraina Rohrer präsentiert ihre 10 Lieblings-Kurzfilme

Die persönlichen Kurzfilmtipps von Filmtage-Direktorin Seraina Rohrer finden Sie in der Bildergalerie oben.

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1. Selfies von Claudius Gentinetta Heute schon ein Selfie gepostet? Von der Wiege bis zur Bahre fotografieren, teilen und taggen wir, was das Handy hergibt: #me, #like, #picoftheday. Claudius Gentinetta animiert zahllose Selfies zu einem phänomenalen Trip durch die Höhen und Tiefen unserer Existenz. #NoFilter!
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2. Kleingolf von Marvin Meckes Aus Spass wird bitterer Ernst an den Minigolf-Schweizer-Meisterschaften. Auf der Anlage zählen Konzentration und Geschick ebenso wie gutes Ballmaterial und Sachverstand. Marvin Meckes beobachtet einen Mikrokosmos, findet im Kleinen viel Grosses und erhascht einen Blick ins Herz der Schweiz.
3. Frida von Yvonne Pispico Vergilbte Fotos, künstliche Blumen und ein Zeitungsausschnitt. In sparsamen fotografischen Einstellungen entfaltet sich Fridas Lebensgeschichte, von der Hochzeit über die Geburt der Kinder hin zum Moment, der alles veränderte. Ohne die Erzählerin je zu sehen, sind wir ihr doch ganz nah.
4. Uno strano processo von Marcel Barelli Die Jagd teilt die Welt in zwei Lager: Menschen und Tiere, Männer und Frauen, oder Fleischesser und Vegetarier. Gekonnt verknüpft Jägersohn Barelli Zeichnungen mit dokumentarischen Sequenzen und Bildern aus dem Familienarchiv. Ein filmischer Schauprozess voller Humor!
5. Tote Tiere von David Oesch und Remo Rickenbacher Röbus Katze ist zwar schon länger tot, aber so richtig Abschied nehmen mag er nicht. Als der Eigenbrötler den Weg zur Kadaver-Sammelstelle endlich auf sich nimmt, betritt er eine neue Welt. Hauptdarsteller Matto Kämpf läuft in trockener Manier zu komödiantischer Hochform auf. Haben sie kürzlich ein Haustier verloren, empfehlen wir ein Taschentuch.
6. Krähen schiessen von Christine Hürzeler Krähen gehen nie auf ein verletztes Lebewesen los, hat der Wildhüter einmal gesagt. Doch diese Gewissheit bröckelt, als in seinem Park eine Frau verschwindet und ein Schuh gefunden wird. «Die Vögel» kreisen am Horizont. Christine Hürzelers experimenteller Tierfilm ist ein Krimi der anderen Art.
7. All Inclusive von Corina Schwingruber Ilić Auf den Weltmeeren gleicht ein Tag dem anderen, doch für Unterhaltung ist gesorgt. Ohne Worte, aber mit sprechenden Bildern nähert sich Corina Schwingruber Ilić dem Phänomen Kreuzfahrt: mal künstlich, mal schrill, mal lustig, immer faszinierend. Alles inbegriffen halt.
8. Brother Move on von Antshi von Moos Lastwagen, Tuk-Tuks und mittendrin ein weisses Taxi. Geeta manövriert ihren «Cab for women by women» durch Neu-Delhis Strassen. Während die junge Frau sich mutig einen Weg bahnt, erzählt sie von Belästigung und nächtlichen Pannen, von Selbstbestimmung und gesellschaftlichem Wandel: Sie weiss, sie sitzt in einem Vehikel der Emanzipation.
9. Soy tu Papá von Garrick J Lauterbach Azul starrt hypnotisiert in den Fernseher. Telenovelas ziehen die 8-Jährige in Bann. Bald wird ein Puppenhaus zum Filmset, verwandeln sich Plüschfiguren in Serienhelden, und die Lage eskaliert. Eine überspitzte, fantasievolle Hommage an den dramatischen Exzess lateinamerikanischer Seifenopern.
10. Ligne noire von Mark Olexa und Francesca Scalisi Während eine Frau ihr Netz nach Nahrung auswirft, ziehen Fischer Abfall aus dem Fluss. In wenigen Einstellungen erfassen Mark Olexa und Francesca Scalisi das Ausmass einer Umweltkatastrophe, um die niemand ein Aufheben macht. Im Wettbewerb «Prix de Soleure» zeigt das Regie-Duo übrigens den ebenso brisanten Dokumentarfilm «Digitalkarma».

1. Selfies von Claudius Gentinetta Heute schon ein Selfie gepostet? Von der Wiege bis zur Bahre fotografieren, teilen und taggen wir, was das Handy hergibt: #me, #like, #picoftheday. Claudius Gentinetta animiert zahllose Selfies zu einem phänomenalen Trip durch die Höhen und Tiefen unserer Existenz. #NoFilter!

HO

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