Wilde Oasen von Karin Bachmann

Wilde Oasen von Karin Bachmann

Die Welt verändern – immer noch? Die Ich-Erzählerin befragt ein inneres Ross nach seinem Befinden, und siehe da: Das wilde Ross ist fort, und das Spiesser-Ross ist da! Karin Bachmann nimmt ihr Publikum mit ihrem Experimentalfilm auf einen witzigen Ritt durch Lebensentwürfe, kollektive Ideale und politische Kommunen und verhört ganz nebenbei mit viel Charme das verdammte ICH. 

Subotika – Land of Wonders von Peter Volkart

Subotika – Land of Wonders von Peter Volkart

Was ist das für ein Land, wo jeder Tag Sonntag ist? Wo das staatliche Rechenzentrum dampfbetrieben wird, die Kommunikation per Rohrpost erfolgt und die Museen in die Luft gezeichnet sind? Der Aussenminister einer kaum bekannten Insel auf der anderen Seite der Welt gibt einen Reklamefilm in Auftrag, worauf Herbert und Elfriede ihre Flitterwochen buchen. Der Beginn einer Reise, auf der man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt.

Kacey Mottet Klein – naissance d’un acteur von Ursula Meier

Kacey Mottet Klein – naissance d’un acteur von Ursula Meier

Als Kacey Mottet Klein erstmals vor der Kamera stand, war er 8. Heute ist er 17, und seine Filmografie ist bald länger als sein Leben. Ursula Meier, die den Charakterkopf für «Home» entdeckte, nähert sich ihrer Muse behutsam an und gewährt mit diesem kurzen Dokumentarfilm seltene Einblicke in die Persönlichkeitsentwicklung eines Schauspielers. Das Porträt und Making-of des neuen Schweizer Shooting Stars, der sich nach den Solothurner Filmtagen aufmachen wird, die Berlinale zu erobern! 

The Maedow von Jela Hasler

The Maedow von Jela Hasler

Nur eine Frage der Perspektive? Man denkt, das dramatische Potenzial eines Dokumentarfilms über eine Kuhweide hielte sich in Grenzen. Weit gefehlt, wenn sich Jela Hasler der Sache annimmt und die Weide auf den Golanhöhen liegt. Während wir den Wiederkäuern beim Grasen zusehen, streifen Hunde und Cowboys durchs Bild und wir beginnen zu ahnen, dass der Friede trügt.

Das Leben ist hart, von Simon Schnellmann

Das Leben ist hart, von Simon Schnellmann

Simon Schnellmann bringt zeichnend fünf existenzielle Ereignisse buchstäblich auf den Punkt. Als Meister der Reduktion genügen ihm wenige Striche, um die Zerbrechlichkeit seiner Geschöpfe einzufangen, den Finger auf die Absurditäten des Alltags zu legen und über das Leben zu lachen. Zur unverwechselbaren Bildsprache gesellt sich eine Tonspur, die gerade durch ihre Sparsamkeit das Zeug zum grossen Soundtrack hat. 

Babor Casanova von Karim Sayad

Babor Casanova von Karim Sayad

Algier 2015. Adlan und Terroriste vertreiben sich die Zeit mit Rauchen, Palaver und Gelegenheitsjobs. Am Wochenende spielt ihr Team, doch bis dahin sind die Tage lang, der Alltag leer, und das Schiff nach Europa existiert bloss im Traum. Karim Sayad taucht mit seinem Erstlingswerk in die enttäuschten Hoffnungen zweier junger Algerier ein und zeichnet das Porträt einer verlorenen Generation.

Ivan’s Need von Veronica L. Montaño, Manuela Leuenberger und Lukas Suter

Ivan’s Need von Veronica L. Montaño, Manuela Leuenberger und Lukas Suter

Ivan ist Bäckerlehrling mit Leib und Seele. Wobei die Betonung auf Laib liegen sollte, lässt er sich doch beim Kneten regelmässig vom weichen Teig und den runden Formen ablenken. Die drei jungen Trickfilmerinnen und Trickfilmer haben für ihre Fetisch-Parodie aus dem Vollen geschöpft und animieren die sexuellen Fantasien ihres Helden mit viel Lust und Farbe. 

Nirin von Josua Hotz

Nirin von Josua Hotz

Der sechsjährige Nirin steigt mit seiner Mutter und den kleinen Brüdern in ein Taxi. Zum ersten Mal kommt er aus seinem Dorf in Madagaskar heraus, eine lange Reise steht ihnen bevor. Doch aus der Vorfreude wird Verlust. Ohne grosse Worte, aber mit umso einprägsameren Gesten und Bildern erzählt Josua Hotz seine eigene Geschichte. Es ist die Geschichte eines Versprechens, eines Opfers und eines Abschieds. Ein Spielfilm von dokumentarischer Wucht!

La brêle sauvage von Greg Clément

La brêle sauvage von Greg Clément

Ein Punkrocker und ein Töffli auf den Strassen der Romandie, eine pulsierende Musikszene, autonome Räume und sinnloses Glück. Greg Clément entführt uns mit seinem Mofa auf einen Roadtrip der Kontraste, auf dem Gepäckträger transportiert er ein ganzes Lebensgefühl. Hat da jemand etwas von Loser gesagt? Easy Rider made in Switzerland! 

Through my Street von Piet Baumgartner

Through my Street von Piet Baumgartner

Dieser umwerfende Clip bringt Poesie in die Kiesgrube! Die Zutaten des filmischen Gedichts sind ebenso einfach wie bestechend: die Musik von Rio Wolta, eine Bauarbeiterin mit Hang zu Karaoke, ein Ballett zweier Bagger und eine klassische Choreografie, die aus schweren Maschinen grazile Wesen macht. Piet Baumgartner zeigt mit «Through my Street» einmal mehr ein feines Gespür für Zwischentöne und legt mit seinem neusten Streich «Inland» im Programm der Filmtage gleich nach.