Rückblick
Seit Jahren gab es keinen so erfolgreichen Solothurner Ferienpass

In den letzten fünf Wochen konnten rund 730 Kinder von den Solothurner Ferienpass-Angeboten profitieren. Das Programm war sehr vielfältig und wurde rege genutzt. Absagen oder Pannen gab es dieses Jahr kaum. Das OK ist überaus zufrieden.

Marina Stalder
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Der Kurs zum Thema Babypflege gehörte zum vielfältigen Angebot des diesjährigen Ferienpass. (Archiv)

Der Kurs zum Thema Babypflege gehörte zum vielfältigen Angebot des diesjährigen Ferienpass. (Archiv)

Marina Stalder

Ob Lamatrekking, ein Besuch in der Flugschule Grenchen oder ein Hip-Hop-Tanzkurs, die Vielfalt der Angebote des diesjährigen Solothurner Ferienpasses war enorm gross. Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren konnten in den letzten fünf Wochen, für den Passpreis von 30 Franken, aus 169 Angeboten auswählen. Der 38. Ferienpass war für die Teilnehmer ein voller Erfolg. Seit beinahe 20 Jahren arbeitet Céline Gantenbein-Kury nun schon beim Ferienpass Solothurn und sieht zufrieden auf die vergangenen Wochen zurück: «Der Ferienpass war wie das Wetter in diesem Sommer – einfach perfekt.»

Jüngere Teilnehmer überwiegen

Mit 730 Ferienpassteilnehmern und rund 3000 Buchungen über die Onlineplattform von Pro Juventute ist die diesjährige Ausgabe zahlenmässig eine der erfolgreichsten überhaupt. So mussten auch von den 169 Angeboten nur sechs abgesagt werden. Der Hundekurs am ersten Ferienpasswochenende musste aufgrund der Hitze ausgelassen werden, den restlichen fünf Angeboten fehlten die Teilnehmer. «Besonders schade ist die Absage des Rettungsschwimmerkurses. Aber das liegt im Allgemeinen daran, dass es schwieriger wird, die Jugendlichen zwischen 11 und 16 Jahren abzuholen. Sie haben halt einfach andere Interessen und planen selber Unternehmungen in den Ferien», weiss Céline Gantenbein-Kury.

Dies liegt aber sicherlich nicht am fehlenden Angebot für die Jugendlichen in diesem Alter. So wird jedoch als Konsequenz das Angebot für die jüngeren Teilnehmer zunehmend erweitert und die Anzahl Kurse für ältere Teilnehmer geschmälert.

Die Trends um die beliebtesten Kurse sind nun schon seit einigen Jahren erkennbar. So sind die Feuerwehr und Lastwagenkurse enorm beliebt, ebenso wie die Flugschule in Grenchen und die Angebote mit Ponys. «Mich freut es auch, dass die Kurse in der Natur einen enormen Anklang gefunden haben. So war der Steinhauerkurs restlos ausgebucht, obwohl er dieses Jahr erst zum zweiten Mal stattgefunden hat.»

Kaum Rückmeldungen

Eine grosse Flut an Rückmeldungen hat Gantenbein-Kury bisher noch nicht erhalten. Hauptsächlich bestünden diese aber aus Reklamationen. Es gäbe jedoch auch vereinzelte Rückmeldungen, die wirklich positiv sind. «Ich habe schon zwei oder drei schöne Rückmeldungen von Eltern und auch von Kursleitern erhalten, die sich für das tolle Angebot für ihre Kinder oder die gute Organisation und Zusammenarbeit bedankt haben.» Im Allgemeinen höre man aber auch seitens der Öffentlichkeit eher selten ein Merci. «Wir sind neun Frauen in unserem Organisationskomitee und wir arbeiten alle ehrenamtlich und geben uns die grösste Mühe, das alles so klappt, wie es soll. Da wäre es manchmal schon schön, ein Danke zu hören.» Ebenso ist es ihr aber wichtig, dass auch den Kursleitern, Teilnehmern und sonstigen Helfern ein grosses Dankeschön ausgesprochen wird.

Die harte Arbeit des Organisationskomitees hat sich aber auf jeden Fall gelohnt: Dieses Jahr gab es keine Zwischenfälle und die Schwierigkeiten begrenzten sich auf einige kleine Pannen im Umgang mit der Onlineplattform. Doch Céline Gantenbein-Kury liess sich auch davon nicht aus der Ruhe bringen. «Wenn man schon so lange dabei ist, weiss man, wo das System kränkelt und wie man diese Probleme einfach und schnell lösen kann.»