Vor 20 Jahren lebten in Solothurn eine stattliche Anzahl Klostergemeinschaften. Obschon noch verschiedene Ordens- und Glaubensgemeinschaften wirken finden sich kontemplativ lebende Ordensleute nur noch in den beiden geschlossenen Frauenklöstern Visitation und im Namen Jesu. Der Wunsch, das Erbe des Klosters Visitation zu erhalten und die klein gewordenen Gemeinschaft zu unterstützen, verbindet die 260 Mitglieder des 2010 gegründeten Fördervereins. Am Sonntag findet in der Klosterkirche eine Adventsfeier mit Bibeltexten und viel Musik statt.

Spirituelles Zentrum als Ausrichtung für die Zukunft

Das Engagement für die Ordensgemeinschaft des Kloster Visitation hat eine tiefere Bestimmung: In absehbarer Zukunft wird der Konvent der sechs Salesianerinnen im Kloster Visitation nicht mehr in der Lage sein, den Klosteralltag aus eigener Kraft aufrecht zu halten. Im Kloster leben jedoch nicht nur betagte Visitations-Schwestern, sondern auch eine Gruppe junger Schwestern aus Indien. Gemeinsam mit ihnen soll der Hort klösterlicher Stille und Besinnung auch für kommende Generationen als spirituelles Zentrum bewahrt und weitergeführt werden.

«Fördern und bewahren» als Motto

Das Motto des Fördervereins lautet denn auch «Fördern und bewahren». Frau Mutter Schwester Marie Dominique: «Der Förderverein bringt Leben und Hilfe in den Klosteralltag. Wir schätzen das Engagement sehr. Es schenkt uns die Gewissheit, dass es – in welcher Form auch immer – gemeinsam mit den indischen Schwestern und dem Förderverein weitergehen wird, das Kloster Visitation nicht verwaist», sagt sie und findet weiter: «Der Förderverein organisiert und wir dürfen uns erbauen und profitieren.» So wie an der öffentlichen Adventsfeier «Adeste Fideles– nun freut euch, ihr Christen» mit Weihbischof Martin Gächter, Pater Antony Kolencherry und den Musikerinnen Regula Iseli, Susanna Lehmann und Beate Obrecht vom kommenden Sonntag.

Adventsfeier: Klosterkirche, Sonntag,
9. Dezember, 17 Uhr. Mehr Infos unter www.klostervisitation.ch