Bürgergemeinde Solothurn

Schwester Benediktas Wirken bleibt ein Gesprächsthema

Bleibt im Fokus: Schwester Benedikta und die Einsiedlerei

Bleibt im Fokus: Schwester Benedikta und die Einsiedlerei

Die Einsiedlerin Schwester Benedikta bat die Bürgergemeinde im letzten Jahr um Hilfe. Sie wurde entlastet. Ein Gesprächsthema bleibt sie trotzdem.

Im letzten Jahr hatte die Bürgergemeinde Solothurn ein Hilferuf aus der Einsiedelei erreicht. Und zwar von ihrer Angestellten, der Einsiedlerin Schwester Benedikta. Als Sofortmassnahme wurde ihr eine Entlastung angeboten. «Das ist immer noch so und bleibt auch vorläufig dabei», bestätigt Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger den Einsatz eines Mannes, der Hauswartaufgaben in den Kapellen übernimmt – und zwar «rund zwei Stunden im Tag», so Wyniger.

Doch hatte die Bürgergemeinde schon damals eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um eine Neuorganisation der ganzen Einsiedelei zu prüfen und dem Bürgerrat vorzuschlagen. Das Thema kam in der letzten Bürgerratssitzung am Montagabend unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf den Tisch – doch ohne konkretes Ergebnis.

«Wollen mehrere Optionen»

«Die Arbeitsgruppe hatte nur eine Option vorgeschlagen, doch wir wollten über alle befinden. Deshalb hat der Rat das Geschäft an die Arbeitsgruppe zurückgewiesen, mit dem Auftrag, mehrere Optionen vorzulegen», erklärt Sergio Wyniger auf Anfrage. Bis zum 2. Mai wird nun Zeit eingeräumt, um das Geschäft nochmals in den Bürgerrat zu bringen.

Es gehe «nicht um die Schwester» hält sich der Bürgergemeindepräsident bedeckt, welche Option denn vorgelegen habe. Aber auf Nachhaken bestätigt er doch, dass man «sicher an einem Punkt angelangt ist, wo man grundsätzlich über die Einsiedelei diskutieren muss.»

In den letzten Jahren hatte die Schlucht als Wirkungsstätte der nunmehr zweiten Einsiedlerin wegen des zunehmenden Rummels dort die Bürgergemeinde mehrfach beschäftigt. Aber auch die öffentlichen Auftritte von Schwester Benedikta waren im Bürgerrat ein Thema gewesen, wobei sich dazu die FDP an einer Ratssitzung im Beisein der Einsiedlerin eisern ausgeschwiegen hatte. «Ihre Mitglieder waren nicht alle gleich informiert, und ihr Fraktionschef hat inzwischen ein Gespräch mit der Präsidentin der Einsiedelei-Kommission geführt», erklärt dazu Sergio Wyniger.

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