«Die Bürgergemeinde Solothurn und Schwester Benedikta haben lange darum gerungen, dass die Einsiedelei St. Verena ein gehüteter Ort mit einer authentischen Einsiedlerin sein kann.» Mit diesem Satz beginnt die Medienmitteilung der Bürgergemeinde Solothurn. Die Ziele und Vorstellungen seien jedoch zu verschieden. «Schwester Benedikta verlässt die Einsiedelei», teilt die Bürgergemeinde mit.

Schwester Benedikta möchte ihrer anvertrauten Berufung treu bleiben. Sie werde wieder als Stadteremitin für Gebet und Menschen da sein.  

Die Stelle einer Einsiedlerin wird vorläufig nicht ausgeschrieben. Die Bürgergemeinde Solothurn will die Situation in der Einsiedelei St. Verena grundsätzlich überdenken und ein neues Konzept ausarbeiten.

«Die «Hauswartarbeiten» in der Einsiedelei werden vorläufig durch die bisherigen Stellvertreter übernommen», so die Bürgergemeinde im Mediencommuniqué. Die Kapellen können weiterhin für Anlässe wie Andachten, Hochzeitsfeiern und Taufen reserviert werden.

Ein Hilferuf von Schwester Benedikta erreichte die Bürgergemeinde schon im letzten Jahr. Stetig steigende Besucherströme hatten der Einsiedelei einen grossen Teil der Beschaulichkeit und Stille genommen und die Einsiedlerin an den Rand ihrer Belastbarkeit geführt, sogar ihre Gesundheit gefährdet. Schwester Bedenikta wurde damals entlastet. Gegangen ist sie nun trotzdem. (jos)

Verenaschlucht: Keine Einsamkeit für Einsiedlerin

Schwester Benedikta im Stress

Die Eremitin Schwester Benedikta wurde unfreiwillig zu einer Berühmtheit. Das grosse Interesse freut sie zwar, bedeutet aber auch mehr Stress für die friedliebende Geistige, wie im Beitrag von TeleM1 vom Frühjahr 2015 klar wird.