Verenaschlucht

Schwester Benedikta geht, «damit ich mein Leben wieder selbst bestimmen darf»

In der Verenaschlucht nicht mehr anzutreffen: Schwester Benedikta. (Archiv)

In der Verenaschlucht nicht mehr anzutreffen: Schwester Benedikta. (Archiv)

Unter dem Titel «Mein Weg geht weiter» wendet sich Schwester Benedikta in einem Leserbrief an die «Lieben Menschen aus Solothurn und Umgebung - von nah und fern!»

Sie wolle sich auf diesem Weg verabschieden und erklärt: «Ich bitte all jene um Verzeihung, welche ich gekränkt oder enttäuscht habe und spreche auch meinerseits Vergebung aus! Ich habe in diesen knapp zwei Jahren nach bestem Wissen und Gewissen darum gerungen, für die Einsiedelei St. Verena und die Gäste eine gute und glaubwürdige Einsiedlerin zu sein.

Es gibt etliche Vorkommnisse, welche mich zur Überzeugung bringen, dass ich nicht mehr am rechten Ort bin. Meine Berufung ist die einer Eremitin: beten und fasten für die Menschen der Welt Und die einer Frohbotschafterin: den Menschen mit Taten, notfalls mit Worten, Zeugnis davon zu geben, dass Gott ein Barmherziger sei!

Er hat mich gerufen, Er führt und beauftragt mich; das wird Er auch weiterhin tun. Meine Aufgabe ist es, der mir anvertrauten Berufung treu zu bleiben und sie zu schützen; darum werde ich aus der Verenaschlucht weggehen, damit ich mein Leben, in Verbindung mit Christus, wieder selbst bestimmen darf: Mein Leben ist Gott geweiht, niemandem sonst.»

Wer mit ihr in Kontakt bleiben wolle, Kerzen oder Karten und anderes bestellen möchte, ein Gespräch oder Gebet wünsche, dürfe sich gerne mit mir in Verbindung setzen: sobald ihre Internetseite aufgeschaltet sei, würden sich darin ihre Koordinaten finden: schwester-benedikta.ch

Ihre Abschiedsbotschaft beschliesst die Schwester wie folgt: «Von Herzen wünsche ich euch allen den Segen des barmherzigen und liebenden Heilandes! Dank all jenen, welche mir mit Liebe begegnet sind!» (szr)

Genug ist genug

Genug ist genug

Schwester Benedikta ist aus der Einsiedelei in der Verenaschlucht ausgezogen. Bereits letzten Sommer kam die Geistliche an ihre Grenzen.

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