Solothurn
Schwelbrand an der Schaalgasse wegen defektem Elektroofen ausgebrochen

Im Dachstock des Hauses an der Schaalgasse 8 in der Solothurner Altstadt hat sich kurz vor Dienstag Mittag ein Schwelbrand entwickelt. Ursache ist offensichtlich ein Defekt am Elektrospeicherofen.

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In der Solothurner Altstadt brennt es
21 Bilder
Von vorne ist kein Rauch sichtbar
Aus den Dachfenstern gegen den Hinterhof steigt Rauch auf
Schaalgasse Solothurn
Mit Hilfe einer Wärmebildkamera werden die Glutnester aufgespürt
Mit Akt und Kettensäge werden die Glutnester rausgeschnitten
Feuerwehrmann im Haus
Feuerwehr holt Glutnester raus
Angeschlossener Wasserschlauch
Feuerwehr ist mit 20 bis 30 Leuten vor Ort.
Steine ds Elektroofens kühlen auf der Gasse aus

In der Solothurner Altstadt brennt es

Andreas Kaufmann

Der Elektrospeicherofen stand in der obersten Wohnung an der Schaalgasse 8, oberhalb des Coiffeurgeschäfts Häfeli. Nach ersten Erkenntnissen hat ein Leck dazu geführt, dass Wärme aus dem Ofen auf den Boden übergreifen konnte.

Deshalb hat sich heute kurz vor Mittag erst einmal kein offenes Feuer, sondern ein Schwelbrand in der Dachwohnung entwickelt. Gemeldet worden war die dadurch entstandene Rauchentwicklung um 11.50 Uhr. Die Feuerwehr rückte erst einmal mit einer ersten Gruppe an. Weitere Feuerwehrleute wurden nachalarmiert, so dass insgesamt zwischen 20 und 30 Feuerwehrleute im Einsatz standen.

Glutnester gefunden

Mit Hilfe einer Wärmebildkamera kam heraus: Im Zwischenboden brennt es. «Wir haben den Ofen herausgenommen», berichtete Feuerwehrkommandant Martin Allemann. Dann hätten die Einsatzkräfte gesehen, dass sich darunter ein Loch in den Boden gebrannt habe.

«Wir mussten Wände und Decken öffnen, um den Brandherd oder die Brandherde zu finden», erklärte Allemann das Vorgehen. So mussten die Feuerwehrleute mit Äxten und Kettensägen ans Werk. Bei der zweit obersten Wohnung musste die Decke geöffnet werden.

Mehrere Glutnester konnten gefunden und aus dem Haus gebracht werden. Zudem wurde Sägemehl auf dem Boden im Haus verteilt, um den Wasserschaden zu vermindern. Der Schaden ist jedoch so gross,m dass die Bewohner nicht in die Wohnungen zurückkehren können.

Vorfall kommt ungelegen

Für Peter Häfeli, Inhaber des Coiffeursalons im Erdgeschoss und des danebenliegenden Fasnachtsgeschäfts, kommt der Brand ziemlich ungelegen. In der Fasnachtszeit ist in seinem Laden Hochbetrieb. Darum sei der Brand im «allerdümmsten Moment» passiert, so Häfeli. (ldu/ak)