Präsident Markus Jordi und Institutionsleiterin Brigitte Kober berichteten an der Jahresversammlung des Vereins Hohenlinden über ein im Vorjahr gestartetes Partnerschaftssprojekt mit der Firma Growa/Prodega/Howeg in Bellach. In einem vielgestaltigen Praktikum hatten die Lernenden der Schule Hohenlinden über fünf Wochen die Möglichkeit, im Betrieb Erfahrungen zu sammeln und sich dabei den Geschäftskunden vorzustellen.

Unter dem Motto «Türen öffnen - Chancen schaffen» ergaben sich in den Kontakten in der Folge zahlreiche Praktikumsplätze, die vielleicht sogar zu Anstellungen führen könnten. Dazu Brigitte Kober: «Durch die Umstrukturierung der Invalidenversicherung (IV), welche die Betreuung unserer jungen Frauen nicht mehr dem Bundesamt BSV sondern dem Kontraktmanagement Nordwestschweiz in der Kantonalen IV-Stelle zuordnet, basiert unsere Ausbildung auf neuen Leistungsvereinbarungen.»

Das bedeutet konkret, dass stärker als bisher Arbeitsplätze für Absolventinnen im ersten Arbeitsmarkt angestrebt werden. Um diesem Ziel zu entsprechen, setzen Schule und Verein auf Öffentlichkeitsarbeit und «Netzwerken». Deshalb möchte der Verein seinen Mitgliederbestand von jetzt 135 Angehörigen durch Werbemassnahmen aufstocken. Darauf weist ein neuer Flyer des Vereins mit dem Titel «Wir brauchen Sie» hin, damit in gemeinsamer Anstrengung die berufliche Zukunft von Schülerinnen mit Teilleistungsschwächen gesichert ist.

Sogar mit Regierungsrat Heim

Geöffnet werden für ein breiteres Publikum sollen auch die jährlich vier Festanlässe in Haus und Anlagen der Villa Hohenlinden, damit Beziehungen vertieft werden.
Erweitert wurde der von Markus Jordi geleitete Vereinsvorstand mit der Wahl von Kantons- und Gemeinderätin Anna Rüefli, die beruflich als Juristin arbeitet. In ihrer Vorstellung betonte sie ihre Freude an der Mitarbeit in diesem engagierten Team.

Neben Vizepräsidentin Josefa Welter setzen sich Langendorfs Gemeindepräsident Hans-Peter Berger, die Politikerin Irene Froelicher, seit mehreren Jahren schon Roland Heim, Peter Kambli und natürlich Brigitte Kober für DIE Förderung und Integration der Lernenden ein.

Berichte aus der Praxis

Die Ausbildungslandschaft, in der ein «kühler Wind» wehe, habe sich verändert, berichtete die Schulleiterin. Aber es gebe auch hoffnungsvolle Zeichen wie den guten Start mit dem Kontraktmanagement Solothurn, neuerdings Anlehreplätze bei grossen Detaillisten und eine deutliche Nachfrage nach dieser Form von Ausbildung. Fazit: «Unsere Situation als Hauswirtschaftliche Ausbildungsstätte ist weiterhin gesichert», so Kober.

Interviewt durch Sozialpädagogin Nina Emch, die in der Schule für die berufliche Integration zuständig ist, berichteten vier Schülerinnen begeistert über ihre Praktika-Einsätze bei den regionalen Gastro-Betrieben «National» Langendorf, «Bistraito»,Solothurn, «Srignags-House» Derendingen, und «Kreuzen» in Rüttenen.

Zuletzt luden die beiden Ausbildungsklassen unter Sara Fluri-Rutz zu musikalischen Beiträgen mit dem Titel «Frühlingsduft liegt in der Luft». Denn auch die musische Bildung hat in dieser Schule ihren Stellenwert. Erinnert wurde an die Schulschlussfeier am 28. Juni mit einer Kabarett-Einlage von «Schön und Gut».