Wasser
Schritt vorwärts für «Little Venedig»

«Die Aktionäre waren sich alle einig, an der Wasserstadt wird weitergeplant», erklärt Ivo Bracher, Verwaltungsratspräsident der Wasserstadt Solothurn AG.

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Keystone

«Die Aktionäre waren sich alle einig, an der Wasserstadt wird weitergeplant», erklärt Ivo Bracher, Verwaltungsratspräsident der Wasserstadt Solothurn AG. Grund dafür ist vor allem die grosse Anzahl an Interessenten. Sie liegt derzeit bei rund 280, Tendenz steigend. Davon leben mehr als die Hälfte ausserhalb des Kantons und stellen bei Zuzug eine beträchtliche Einnahmequelle auf Steuerebene dar. «Ausserdem hat der Kanton Solothurn einen Projektleiter mandatiert, der die Altlastenthematik bearbeiten wird», erklärt Bracher. Seit der Gründung der AG ist ausserdem mit einem Wasserflussmodell die gute Wasserqualität des geplanten Badesees bestätigt worden.

So hat der Verwaltungsrat anlässlich seiner kürzlich stattgefundenen Sitzung und der anschliessenden ausserordentlichen Generalversammlung dem Antrag für ein weiteres Budget in Höhe von 750000 Franken einstimmig zugestimmt. Die Gelder sind hauptsächlich für das Architekturbüro Herzog & de Meuron und andere Fachspezialisten gedacht, die das Projekt gemäss Kundenwünschen weiter bearbeiten.

Nächste Etappen schon anvisiert

«Trotz Verzögerungen im Projekt sind wir grundsätzlich auf gutem Weg», so Ivo Bracher. Für Ende 2011 wird das nächste Etappenziel anvisiert: Alle Rahmenbedingungen sind formuliert, und damit kann einerseits der Richtplan formell genehmigt werden sowie andererseits der Nutzungsplan bzw. der Gestaltungsplan formell vorliegen. Die Stadt und der Kanton haben neben dem neuen Projektleiter auch einen Lenkungsausschuss eingesetzt, der sich um die Belange der Altlasten und der Wasserstadt kümmert. Die Wasserstadt AG nimmt an diesen Sitzungen teil, und eine überinstanzliche Bearbeitung der verschiedenen Fragestellungen ist somit gewährleistet.

Hochwertige Wohnlage geplant

Geht es nach den Plänen der AG, so soll damit ein «Leuchtturmprojekt für die Region» entstehen. Die Wasserstadt Solothurn plant eine hochwertige Wohnlage, die direkt an einen künstlich angelegten See angrenzt, westlich an die Schutzzone Witi, im Osten an das neue Entwicklungsgebiet Obach/Mutten und im Süden ans Aareufer. Auf einer Fläche von 375000 Quadratmetern entstehen Parzellen für individuelles Wohnen und Wohnungen. Dahinter steht Architektur von Weltruf: das Büro Herzog & de Meuron. Gespeist wird die Lagune mit Insel im Wesentlichen von der Aare selbst. Die Lagune wird ein echter See mit Fauna und Flora sein. Geplant ist ausserdem, das Wohnangebot durch Vergrösserung des Bootshafens und des Campingplatzes sowie durch ein Hotel- und Gastrokonzept zu erweitern.

Ein Win-win-Projekt

Mit dem Projekt Wasserstadt Solothurn» soll in Bezug auf Kosten und Nutzen eine für alle Beteiligten gewinnbringende Situation geschaffen werden. Das Altlastenproblem des Kantons und der Stadt ist auf gesetzlicher Grundlage zu sanieren. Diese Sanierung hat hohe Kostenfolgen für die Stadt und den Kanton. Andererseits ergibt sich die Chance, mit dem Bauland einen Mehrwert zu schaffen. Ziel ist dabei, die hohen Kosten aus der Altlastensanierung mit Steuereinnahmen durch neue Zuzüger zu decken. Eine unabhängige Studie zur Wirtschaftlichkeit des Projekts ist in Arbeit. (mgt)

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