In Subingen sind die Narren jeweils ein paar Tage länger an der Macht als andernorts, denn die Rückgabe des Zepters erfolgt erst an der Alten Fasnacht. Zuerst wurde jedoch der Böög verbrannt.

Ganz nach dem Motto «mir schmiere» war die Figur mit einem Kontorfei von Sepp Blatter bestückt. Obwohl der Böög selbst schon bis aufs Gerüst verbrannt war – Blatter lachte immer noch aus dem Feuer.

Was die Zuschauer und die Zünftler natürlich amüsierte und für eine ganze Menge Sprüche sorgte. Ehren-Zunftobermeister Urs Lüthy zählte zudem sorgfältig mit.

20 Mal knallte es. Genau so viele Böller waren im Böög eingebaut – und sie explodierten wie gewünscht.

Pünktlich um 20 Uhr startete der Fifa-Kongress in der Mehrzweckhalle. Fifa heisse, so Thomas Kopp, Ober der Oeschzunft, finaler Fasnachtsanlass – was denn auch sonst?

Die Oeschzunft startet auf alle Fälle schon mal mit Schmieren und gab einige Verse zum Besten. Danach trat die Guggemusig Luaare (Luterbach) auf.

Obwohl sie nur nur zu acht spielte, kam bei ihrem Auftritt schon richtig Stimmung auf.

Der Oeschjoggeli malte heuer keine Helgen mehr für seinen Auftritt, sondern zeigte eine Power-Point-Präsentation.

Darum hatte er vermutlich mehr Zeit zum Verse schmieden. 28 Lieder sang er – das schien dem Publikum etwas viel, denn zu Ende wurde es unruhig. Die nachfolgenden Schnuderbuebe (Zuchwil) hatten die Aufmerksamkeit der Zuhörer aber schnell wieder.

Sie wurden nach ihrem Auftritt mit viel Applaus verabschiedet. Auch die Baukis aus Kriegstetten sorgten für Stimmung. Zu ihren Klängen wurde geschunkelt und getanzt.

Ebenfalls mit dabei war die Chräbszunft. Sie erhielt ein Geschenk von der Oeschzunft zum 40-Jahr-Jubiläum.

Danach präsentierten die Kriegstetter ihre Bänke. Auch Hürlimann.ch trat auf, bevor die Oeschzunft wieder auf die Bühne kam und den Gemeinderat dazu aufforderte, das Zepter wieder zurückzuholen.

Gleichzeitig verabschiedete sich auch Thomas Kopp nach 12 Jahren als Ober der Oeschzunft. Der letzte Auftritt gehörte dann nach Mitternacht den Oeschschränzern.