Gemeindeversammlung
Schlussspurt für räumliches Leitbild – Ortsplanungsrevision kommt vors Volk

Am Montag kommt der weitere Schritt der Ortsplanungsrevision vors Volk – anlässlich einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung.

Andreas Kaufmann
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Solothurn: für viele die schönste Stadt der Welt.

Solothurn: für viele die schönste Stadt der Welt.

Hanspeter Bärtschi

Im Juni hat der Gemeinderat als weiteren Schritt der Ortsplanungsrevision das räumliche Leitbild verabschiedet. Am Montag nun kommt das Geschäft vors Volk – anlässlich einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung um 19 Uhr im Landhaussaal. Mit der Verabschiedung des räumlichen Leitbildes wird die Ortsplanungsrevision in seine letzte Etappe übergehen: Danach nämlich werden Zonen- und Erschliessungsplanung angegangen, sowie werden das Bau- und Zonenreglement und das Parkplatzreglement angepasst.

Was ist das räumliche Leitbild?

Das räumliche Leitbild in seiner Schlussfassung umreisst, wie sich das Gesicht der Stadt in den kommenden Jahrzehnten verändern soll und welche baulichen und infrastrukturellen Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Die Stadt soll als «stimmiges Ganzes» in Erscheinung treten, so der Fokus für den weiteren Prozess. Mehrere Leitsätze gehen aus der bisherigen Arbeit hervor: Solothurn soll sich mit entsprechender Ausstrahlung und Offenheit noch mehr als regionales Zentrum in der Region positionieren. Auch stehen das Zusammenspiel und die Koexistenz von motorisiertem Individualverkehr, öffentlichem Verkehr sowie Fuss- und Veloverkehr im Fokus. Angebotsorientiert und stadtverträglich soll das Verkehrsangebot sein, wobei Erschliessungsbedürfnisse eher auf den Fuss- und Veloverkehr ausgerichtet sind. Auch autoreduziertes bis autofreies Wohnen werden im Leitbild erwähnt: Sie sollen gefördert werden. Ebenso finden im räumlichen Leitbild die Stärkung des Freizeit- und Bildungsangebots sowie ein attraktives Wohn- und Arbeitsangebot Erwähnung.

Weiter soll das historische Erbe der Stadt in Form städteplanerischer vernetzter Ankerpunkte berücksichtigt werden. Neue Ankerpunkte in Form von Grün- und Freiräumen können zudem entstehen – als Lebensraum für Mensch, aber auch für Flora und Fauna. Vorhandene Strukturen sollen aufgewertet werden, wozu auch ungenutzte Klosteranlagen zu zählen sind. Im Fokus stehen überdies auch die Quartiere, die laut räumlichem Leitbild weiter in ihrer Identität und mit den nötigen Infrastrukturen gestärkt werden sollen. Gegen innen soll sich die Stadt weiter verdichten, während in den Quartieren davon abgesehen wird. Konkreter wird das räumliche Leitbild, wenn es um Entwicklungsgebiete der Stadt geht. Erwähnung finden dabei das «Weitblick» sowie die Areale des Haupt- und des Westbahnhofs. Für Wohnen und Gewerbe soll dabei ein urbaner, zukunftsgerichteter Lebensstil gefördert werden.