Solothurn

Schliessen sich zwei Pflegeheime dereinst zu einem zusammen?

Das Pflegeheim Forst ist zu klein und genügt nicht mehr den pflegerischen Ansprüchen. Das Pflegeheim Magnolienpark bietet sich dabei als Partner an. (Symbolbild)

Das Pflegeheim Forst ist zu klein und genügt nicht mehr den pflegerischen Ansprüchen. Das Pflegeheim Magnolienpark bietet sich dabei als Partner an. (Symbolbild)

Das Pflegeheim Forst ist zu klein und genügt nicht mehr den pflegerischen Ansprüchen. Das Pflegeheim Magnolienpark bietet sich dabei als Partner an. Dort gäbe es noch freies Land für einen Erweiterungsbau.

Die Bürgergemeinde Solothurn möchte mittelfristig das Altersheim Thüringenhaus aufgeben und in St. Katharinen ausbauen, um die jetzige Kapazität oder mehr an einem einzigen Standort unterzubringen. Gleiche Überlegungen macht man sich in der Stiftung des Pflegeheims Forst an der Unteren Sternengasse und jener des Magnolienparks an der Weissensteinstrasse. Im Forst ist auch die Stadt Solothurn engagiert, in beiden Heimen jedoch mehre Leberberger Gemeinden. Und dort ist aktuell in den Gemeinderäten ein Thema traktandiert: die allfällige Zusammenlegung der beiden Stiftungen Forst und Magnolienpark.

Vordenker ist Urs Bentz, pensionierter Leiter der Sozialen Dienste Solothurn und Präsident des Forst-Stiftungsrates. «Wir haben in der Forst 30 Betten. Doch sollten wir mehr haben. Und das Gebäude ist für pflegerische Ansprüche nicht genügend», analysiert Bentz nüchtern den Ist-Zustand. So könne beispielsweise eine Nachtwache problemlos 50 Leute betreuen, zeigt er weitere Problemfelder auf. Doch es mache keinen Sinn, die Forst auf eine Kapazität von 50 bis 60 Betten auszubauen. Womit bei Bentz der Anlass für eine Partnersuche gegeben war.

«Haben gemeinsame Bedürfnisse»

Dieser Partner bietet sich offenbar mit der Stiftung des Pflegeheims Magnolienpark an. In der 1908 erbauten Jugendstilvilla unterhalten zehn Gemeinden des Bezirks Lebern insgesamt 33 Betten plus ein Ferienbett. 2009 wurde bereits ein Erweiterungsbau realisiert, was damals die Inbetriebnahme einer Wohngruppe für desorientierte Menschen ermöglichte. Seitens der Stiftung Forst erklärt Präsident Urs Bentz: «Wir haben gemerkt, dass wir gemeinsame Bedürfnisse haben.» Die allenfalls mit der Aufgabe des einen Standorts - der Forst – und einem Ausbau des anderen – dem Magnolienpark – befriedigt werden könnten.

Doch so weit ist es noch lange nicht. Zuerst wird jetzt der Puls gefühlt, wie gross in den Trägergemeinden überhaupt die Bereitschaft wäre, die beiden Stiftungen zusammenzulegen. Denn eines ist für Urs Bentz klar: «Die Stiftungen würden erst zusammengelegt, wenn ein Projekt vorliegt.» Und weiter: «Die Finanzierung muss gesichert sein.» Mehr wisse man dann nach einer gemeinsamem Sitzung, die Ende März angesetzt ist.

4000 Quadratmeter im Visier

Mit ein Grund für die nun gewälzten Überlegungen ist die Situation beim Magnolienpark. Unmittelbar neben dem Pflegezentrum liegt der grosse Parkplatz, den früher die Ascom, jetzt verschiedene Betriebe wie die benachbarte Ypsomed gemietet haben. Das Areal selbst gehört dem Verein Basilea und umfasst rund 4000 Quadratmeter. Konkret sei noch gar nichts entschieden oder verhandelt worden, so Bentz. Doch verhehlt er keineswegs, dass der Parkplatz ein allfälliger Standort für eine Erweiterung der Kapazität im Magnolienpark sein könnte. 

Der dem Verein Basilea gehörende Parkplatz neben dem Magnolienpark wäre ein neuer Standort.

Der dem Verein Basilea gehörende Parkplatz neben dem Magnolienpark wäre ein neuer Standort.

Forst-Erlös für neues Projekt

Man befinde sich ein bisschen in einer «Die-Katze-beisst-sich-in-den-Schwanz-Situation» räumt Urs Bentz leicht sarkastisch ein. Denn viele Player mischen in der Entscheidfindung mit – beispielsweise auch der Kanton, der eine Kapazitätsaufstockung an Betten bewilligen müsste. «Wir haben einmal einen Gesamtbedarf von 100 Betten angemeldet.» Das wären deutlich mehr als die bisher 64 an den beiden Standorten, «doch ob es dann zuletzt 90 oder 80 Betten sind, kann ich derzeit auch nicht sagen», meint der gewiefte Sozial-Stratege Urs Bentz.

Käme tatsächlich alles so, wie erst einmal angedacht, würde das Forst-Gebäude an der Unteren Sternengasse verkauft werden. Da sieht Bentz kaum ein Problem: «Es liegt stadtnah und damit optimal in bester Wohnlage.» Sollte dieser Schritt erfolgt sein, wäre für ihn auch der nächste völlig klar: «Der Verkaufserlös der Forst und das Eigenkapital unserer Stiftung würden dann in das neue Projekt fliessen.» Aber noch sind vorher einige andere Hürden zu nehmen.

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