Solothurn

Schlechtes Wetter und Schulferien reissen grosses Loch in die Fasnachts-Kasse

Das Wetter hätte am Fasnachtsumzug besser sein können. (Archiv)

Das Wetter hätte am Fasnachtsumzug besser sein können. (Archiv)

Die vergangene Fasnacht war keine einfache. Zwar fanden die zwei grossen Umzüge erfolgreich statt. Schlechtes Wetter und Schulferien rissen aber ein grosses Loch in die Kasse der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn UNO. Diese Nachricht vernahmen die Delegierten an der Hauptversammlung in der Wagenbauhalle der Hudibras Chutze in Bellach.

Die gute Nachricht sei, so Säckelmeisterin Corinne Guldimann vor über 40 Närrinnen und Narren, dass das Defizit der Fasnacht nicht strukturell sei, sondern ausserordentlichen Ereignissen geschuldet. Der Verlust von gut 6000 Franken kann durch die Reserven der UNO gedeckt werden. Diese schmelzen dadurch aber weiter, was Guldimann besorgt erläuterte. Als Folge gibt es auch heuer keine Gewinnausschüttung. Gegenmassnahmen wurden vom Vorstand bereits initiiert. Die Delegierten des UNO-Vorstandes, der Zünfte, Guggenmusiken und Schnitzelbankgruppen erteilten dem Vorstand einstimmig die Décharge.

Der neue Ober-Ober André Suntinger schwärmte in seinem Jahresbericht von seinem ersten Amtsjahr. Dies sei nicht zuletzt dank der reibungslosen Amtsübergabe durch Vorgänger Markus Wälti so erfolgreich verlaufen. Ein erster Höhepunkt für Suntinger war der Hilari mit dem gelungenen Kartrennen auf dem Dornacherplatz. «Ich hätte nie gedacht, dass die Närrinnen und Narren so begeistert mitmachen», sagte der Ober-Ober.

Weiter seien Chesslete, Kinderumzug und Umzüge ohne Zwischenfälle verlaufen, so Suntinger. Insbesondere war der Wettergott am Umzugsdienstag den Fasnächtlern hold, was einen unvergesslich schönen Umzug erlaubte. Suntinger bedankte sich denn auch bei allen aktiven Närrinnen und Narren, dem Publikum, den Behörden und den Helfern sowie den UNO-Chargierten. Er schloss mit den Worten: «Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht.»

Schliesslich waren sich alle Anwesenden einig: Es soll auch 2019 eine grossartige Solothurner Fasnacht geben. Dies wurde mit grossem Applaus und einstimmig beschlossen.

Grau Chefmeister Böllerschuss

Zum Schluss konnte Suntinger noch eine besondere Ernennung verkünden. Seit vielen Jahren und immer auf die Sekunde genau um 14.31 Uhr schiesst Rolf Grau von der Narrenzunft Honolulu den Startböller ab. Ohne diesen Knall könnten die grossen Umzüge gar nicht starten. Nun erhielt er dazu den offiziellen Auftrag der UNO sowie den Titel Chefmeister Böllerschuss. Zudem wurde Rolf Grau zum Ehrennarren ernannt. Aus dem Vorstand verabschiedet wurden Samuel Hofer von der Narrenzunft Honolulu und Christoph Michel von den Hudibras Chutze. Auch sie wurden zu Ehrennarren ernannt. (uno)

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