Solothurn
Schanzengraben: Zuerst kommt die Schlammschlacht, dann die Arbeit

Eigentlich war er nie als Wassergraben gedacht, doch nach den Bike Days präsentierte sich die Schanzengraben als solcher. Doch die Stadt Solothurn arbeitet an der Lösung des Problems.

Wolfgang Wagmann
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Versumpfter Schanzengraben: Die Bike Days haben ihre Spuren hinterlassen.

Versumpfter Schanzengraben: Die Bike Days haben ihre Spuren hinterlassen.

Hanspeter Bärtschi

Die Bike Days waren am ersten Mai-Wochenende keineswegs vom Wetterglück begünstigt, und so kämpften sich die Biker zwei Tage lang durch einen schlammbraunen Schanzengraben. Noch schlimmer sah es jedoch zwei Wochen später aus, als weitere Regenfälle den Schanzengrund in eine Weiherlandschaft verwandelt hatten. Mit dazu beigetragen hat die Verdichtung des Bodens durch den Auf- und Abbau im Graben sowie der Rennbetrieb selbst.

Das Problem ist jedoch erkannt, denn auch die HESO trägt im Herbst zur Verdichtung des Bodens bei. Und so hatte schon letztes Jahr der Werkhof begonnen, ein Drainagesystem einzubauen – jetzt nach dem Radsport-Grossanlass werden im Graben unten die Arbeiten fortgesetzt.

Geteilte Kosten

Bereits im Vorjahr eingebaut wurden Sickerleitungen entlang des Bords zum Vaubanweg, und noch vor den Bike Days wurde im Frühling eine Schmutzwasserleitung entlang der Schanzenmauer errichtet. «Mit dem Ansäen und Fräsen für die Sickerleitung haben wir bewusst gewartet, weil aufgrund des Anlasses alles wieder instand gestellt werden muss», erklärt dazu Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt. Nun werden im Nachgang zu den Bike Days quer zu der fertigen Sickerleitung Drainageleitungen verlegt.

Sie dienen dazu, das Oberflächenwasser aufzunehmen, damit es dann in die bestehende Sickerleitung und Sickergrube geführt werden kann. «Denn ansonsten läuft es im Schanzengraben nicht mehr ab», so Lenggenhager. Zu den jetzt entstandenen Folgeschäden durch den Radsport-Event hält die Leiterin Stadtbauamt fest: «Die Organisatoren der Bike Days bezahlen die Geländeschäden wie das Planieren und Abschleppen. Die Stadt Solothurn übernimmt die Kosten der Ansaat.» Zahlen zu dien Kosten liegen nicht vor, weil die Arbeiten zuerst noch ausgeführt werden müssen.

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