Solothurner Vorstadt
Sanierung der Wengibrücke stellt Busverkehr vor ein Problem

Im nächsten Jahr soll die Wengibrücke in Solothurn saniert werden. Während fünf Monaten wird die Brücke nur noch einspurig befahrbar sein. Das schränkt den Busverkehr stark ein.

Michael Hugentobler
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Schon vor zwei Jahren wurde die Wengibrücke auf ihren Zustand untersucht – nächsten Sommer wird sie nun saniert.

Schon vor zwei Jahren wurde die Wengibrücke auf ihren Zustand untersucht – nächsten Sommer wird sie nun saniert.

Oliver Menge

Die Wengibrücke soll im nächsten Sommer während fünf Monaten saniert werden. «Es werden Instandsetzungsarbeiten ausgeführt», sagt Christian Balz, Abteilungsleiter der Abteilung Kunstbauten und Verantwortlicher des Projekts. Im Randbereich zwischen der Fahrbahn und dem Trottoir gebe es undichte Stellen, wo sich im Winter Wasser mit Salz vermischt und dadurch der Beton wie die Stahlträger beschädigt worden sind. «Die Arbeiten sind nötig, damit es durch den Rost nicht zu einer Schwächung der Brücke kommt.»

Nur Substanzerhaltung

Während der Bauarbeiten werden diese Beton- und Stahl-Elemente ersetzt. Zudem wird das Geländer abmontiert und renoviert. Ausserdem wird im Zuge der Sanierungsmassnahmen ein provisorisches Geländer zum Einsatz kommen. «Bei der Sanierung der Wengibrücke geht es um Substanzerhaltung und nicht um einen Umbau», so Balz. Aus diesem Grund seien die Bauarbeiten auch nicht auflagepflichtig. Im Rahmen der Arbeiten bekommt die Brücke auch eine neue Abdichtung und einen neuen Belag. Die Kosten der Sanierungsarbeiten belaufen sich auf rund 800000 Franken und die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im April.

Einspuriger Verkehr gewährleistet

1990 wurde an der Wengibrücke die letzte Instandsetzung vorgenommen. Damals wurden auf der Nordseite der Brücke Verstärkungen zur Verbesserung der Tragsicherheit ausgeführt und der Belag der Fahrbahn erneuert. Das Trottoir wurde allerdings seit 1977 nicht mehr angetastet und der Randbereich muss jetzt ersetzt werden.

Die Sanierung der im Sommer 2010 eingehend untersuchten Wengibrücke erfolgt in sechs Etappen. Während auf der einen Seite gebaut wird, bleibt die andere Seite für den Fussgängerverkehr, Velofahrer und die Busse jeweils offen. Noch ist gemäss Christian Balz nicht festgelegt, welche Seite zuerst saniert wird. «Aber die Brücke wird während der gesamten Arbeiten jederzeit einspurig offen sein», so Balz.

Busse können nicht mehr kreuzen

Wenig Freude dürfte der zukünftige Einbahnverkehr dem Busbetrieb Region Solothurn (BSU) bereiten. Denn an der Berntorstrasse soll die positive Entwicklung der Vorstadt mit dem Rückbau des Strassenraumes optimiert werden (wir berichteten). Auch dies hätte zur Folge, dass Busse die Wengibrücke nicht mehr kreuzen können. Der BSU hält jedoch klar dagegen. Der Abschnitt zwischen Dornacherplatz und Wengibrücke sei «eine wichtige Verkehrsachse für den BSU: Es sind rund 450 Busse, die diesen Abschnitt täglich befahren», meinte damals die stellvertretende Kommunikationsverantwortliche des BSU, Christine Schulz-Dübi.

Wieder eine Lichtsignalanlage?

Relevant seien dabei die sogenannten Begegnungsfälle, das heisst, die Situationen, in denen die Busse sich kreuzen. «Das sind bis zu zehn Begegnungsfälle Bus-Bus pro Stunde. Daneben gibt es weitere, etwa mit Lieferwagen», hält die BSU-Informationsstelle fest.

Eine Abweichung vom heutigen Zustand habe massive Folgen für den BSU: «Wenn ein Kreuzen der Busse auf einer längeren Strecke nicht mehr möglich wäre, müsste eine Lichtsignalregelung installiert werden.» Dies führe zu Fahrzeitverlusten, die besonders relevant seien, da die Anschlüsse am Bahnhof gewährleistet werden müssten.