Solothurn
Samichlaus und Co. können aufatmen: Der Chlausemäret wird weitergeführt

Das OK und die Vereinigung Pro Friedhofplatz tragen den beliebten Chlausemäret weiter. Unterstützt wird das Team dabei von zahlreichen freiwilligen Helfern. Elf der 70 Aussteller müssen in diesem Jahr ersetzt werden.

Wolfgang Wagmann
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Der Chlausemäret in Solothurn
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Die roten Stände sind vor allem nachts sehr stimmungsvoll.
Sie gaben dem Märet den Namen.
Bänze gehören zum Samichlaus wie die Rute und der Sack.
Ohne Värsli geht bei Samichlaus und Schmutzli gar nichts
Noch wenns dunkel wird waltet der Samichlaus seines Amtes
Die Esel sind die heimlichen Stars auf dem Freidhofplatz
Esel sind stoisch
Die Botschaft des Chlausemärets.

Der Chlausemäret in Solothurn

Wolfgang Wagmann

Er lanciert seit Jahrzehnten den Advent in Solothurn und gehört wohl zu den stimmungsvollsten Anlässen seiner Art in der Schweiz: der Chlausemäret am Friedhofplatz. Seit Beginn weg dabei war die Vereinigung Pro Friedhofplatz, angeführt von deren Präsidenten Hans-Peter Reinhard, der jedoch im August verstorben ist.

Seine Gattin Elisabeth, seit jeher als «gute Seele» des Traditionsanlasses mit von der Partie, verspricht: «Der Chlausemäret mit seiner Ambiance, mit Samichlaus, Schmutzli und natürlich den Eseln, wird weitergeführt wie bisher.» Stützen kann sie sich dabei auf acht weitere Vereinigungs- und OK-Mitglieder. «Daneben verfügen wir über viele freiwillige Helferinnen und Helfer, darunter auch aus den Reihen der 11i-Schränzer oder des TV Kaufleute.»

Zur Qualität verpflichtet

70 Aussteller haben unter den roten Dächern Platz, gleich elf müssen diesmal ersetzt werden – darunter auch solche, die mangels Umsatz aufgehört haben. «Wir hatten aber 35 Bewerbungen», erklärt Cornelia Grossenbacher, zuständig für die Aussteller. Grösster Wert werde auf die Qualität der vor allem kunsthandwerklich orientierten Stände gelegt.

«Ich habe zwei, drei neue Aussteller persönlich angesprochen, weil ich glaube, dass genau ihr Produkt fehlt.» Denn das Chlausemäret-Team ist sich bewusst, dass nur die Ambiance und der Branchenmix mit speziellen, hochstehenden Angeboten ihren Anlass gegenüber der stets grösser werdenden Konkurrenz an Weihnachtsmärkten, Handwerkerausstellungen, Basaren und neuestens auch Koffer-Präsentationen abheben.

So verzichtet man am Friedhofplatz auf neue Lebensmittelanbieter, Imbissstände oder klassische Marktfahrer auch zugunsten der Geschäfte um den Friedhofplatz. Dass diese Rezeptur stimmt, belegt Grossenbacher mit der Aussage: «Immer wieder verlangen Leute in meinem Geschäft Adressen spezieller Aussteller, beispielsweise von Krippenfiguren.

Finanziert wird der Aufwand des ehrenamtlich arbeitenden Teams durch die Standgebühren, wobei der Erlös des beliebten Glühweinverkaufs vor allem einem Zweck dient: «Damit können wir die Dekoration des Platzes zwischen den Bäumen bezahlen», meint Elisabeth Reinhard.

Mittwoch, 4. Dezember, mit der MG Langendorf, Donnerstag, 5. Dezember, mit der Heilsarmee und dem Posaunenchor Biberist, jeweils von 13 bis 21 Uhr,