Solothurn

«Samichlaus Du liebe Maa, gäu i muess ke Ruete ha!» – unterwegs am Chlausemäret

Wenn der Solothurner Friedhofplatz Rot in Rot leuchtet, ist wieder zwei Tage lang der Chlausemäret angesagt. Für die Kinder die Attraktion, denn zwei echte Esel begleiten den Samichlaus und den Schmutzli, die geduldig die Värsli der Kleinen abhören

Glühwein-Wetter pur. Kalt, aber nicht garstig. Das freut den Samichlaus mitsamt Schmutzli. «Samichlaus. Du liebe Maa, gäu i muess ke Ruete ha!» Das gilt auch für Ständerat Pirmin Bichof nach dem Small-Talk mit dem Schmutzli. Die Kinder werden ohhnehin für jedes Värsli reich belohnt, wobei ihnen die beiden Esel, Luana und der deutlich grössere Beppo den beiden Bartträgern eindeutig die Schau stehlen. «Sie sind im Hag bei Selzach zuhause und schon viele Jahre dabei», erzählt der Samichaus in einer kurzen Värsli-Pause.

40 Jahre alt könnten Esel werden, «jetzt soll einer in England gerade 60 geworden sein.» Allerdings, haben Beppo und Luana schlechte Laune, könnten sie auch zubeissen. Und so warnt ein Schild an der Umzäunung vor den allenfalls bissigen Grautieren.

Chalusemäret Solothurn 2019

Wenn der Solothurner Friedhofplatz Rot in Rot leuchtet, ist wieder zwei Tage lang der Chlausemäret angesagt.

Gritti- und Greta-Bänze schön beisammen

Seit 33 Jahren, also jedes Mal, ist Optiker Markus Stampfli am Stalden schon am Chlausemärer dabei gewesen. «Ich stehe gerne am Stand, denn hier draussen ergeben sich die besseren Kundenkontakte als drinnen im Laden.» Ebenfalls am Stalden daheim ist Confiseur Philipp Hofer, Chef des Chlausemäret-Teams. «Wir konnten neue junge Leute gewinnen, und Conny Grossenbacher hat wie immer für einen schönen Branchenmix unter den 70 Standinhabern gesorgt.»

Da der Chlausemäret jeweils am Mittwoch und Donnerstag stattfinde, konkurrenziere man keine anderen Weihnachtsmärkte «und wir haben genug Auswahl an Ausstellern», so Hofer, der vor allem eine rege Nachfrage von Food-Anbietern feststellt. Diesmal berücksichtigt wurde das Restaurant zum Alten Stephan mit seinen «Stephan-Burgern» sowie der «Fryhof» der tatsächlich mit einem «Chäs-Kebab» aufwartet.

Herzstück aber mitten unter den roten Standdächern ist und bleibt der zentrale Glühweinstand. Das heisse Gebräu bleibt für das Team auch die Einnahmequelle. «Damit decken wir wir einen guten Teil unserer Unkosten ab.» Und dann hat sich auch etwas Zeitgeist auf dem Friedhofplatz eingeschlichen: Der Confiseur bietet diesmal nicht nur Gritti- sondern auch Greta-Bänze an.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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