Steinbrugg-Lädeli
Rot-weisser Streif am Horizont fürs letzte Quartierlädeli

Mit René Kiefer hat das Einkaufsbijou an der Baselstrasse einen neuen Pächter und Geschäftsführer. Er setzt in solothurnischer Verbundenheit auf Rot-Weiss und hat eine entsprechende Einrichtung realisiert.

Andreas Kaufmann
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René Kiefer hat dem Steinbrugg-Lädeli einen neuen Anstrich verliehen

René Kiefer hat dem Steinbrugg-Lädeli einen neuen Anstrich verliehen

Andreas Kaufmann

Das kleine Steinbrugg-Lädeli an der Baselstrasse wehrt sich seit jeher tapfer gegen das allgemeine Sterben des «Tante-Emma»-Ladens - und tut dies auch weiterhin. Nachdem die vorherige Geschäftsleiterin Martha Perren noch in der Probezeit kündigte, hat René Kiefer aus Rüti bei Büren das Zepter im Quartierladen übernommen. Er übernahm das Geschäft vom vorigen Pächter Hubert Oetterli: «Abgeben wollten wir das Lädeli eigentlich schon lange», sagt Oetterli, und so sei man nun dank eines kleinen Inserats im «Azeiger» an den geeigneten Interessenten geraten.
Nach einem Umbau innert einer Woche konnte Kiefer den Laden in frischem Farbkonzept wiedereröffnen: «Mit der rot-weissen Gestaltung schliesst sich für mich der Kreis. Ich wuchs in der Weststadt auf, verbrachte viele Jahre in Biel und Bern und kehre nun als Ladenbetreiber in die Heimat Solothurn zurück.» Zuvor war er Filialleiter im Verkauf und zuletzt Franchisenehmer des Coop Pronto am Bieler Bahnhof. Damit zieht es ihn nun nach der hektischen Bahnhofatmosphäre in ein beschaulicheres Arbeitsumfeld. Ihm zur Seite steht Ehefrau Hannelore Kiefer. Nach der Ferienzeit will er sich zudem nach einer teilzeitig angestellten Verkaufskraft umsehen.
Vielleicht folgt ein Bistro
Regionalisierte Produkte will auch er in den Vordergrund stellen, selbst wenn die durch Martha Perren eingerichtete Käsetheke wieder weggefallen ist. Dies reicht von Brotwaren über Gemüse und Früchte bis hin zu Molkereiprodukten und Fleisch. Insgesamt 700 Artikel führt er in seinem Sortiment.
Wie einige Stimmen aus der direkten Anwohnerschaft es bestätigen, erfreut sich der Steinbrugg-Laden einer hohen Beliebtheit: «Die Anwohner schauen rein und rühmen», erzählt Kiefer. Und: «Wir hoffen im Quartier, dass der Laden weiterhin läuft und betrieben werden kann», ergänzt eine Nachbarin. Damit das Lädeli auch künftig zur Identität und zum Quartiergeist beitragen kann, setzt Kiefer womöglich noch eins drauf: Aus dem Pavillon vor dem Laden könnte dereinst ein kleines Bistro als Quartiertreffpunkt entstehen.

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