Der heisse Sommer hat Spuren hinterlassen: Auch die Rabatte aus Eiben, die das Objekt des Künstlers Carlo Borer umgibt, hat schwer gelitten. Denn die immergrünen, in der Anschaffung recht teuren Eiben, zollten der Trockenheit ihren Tribut und zeigen sich im Gegensatz zu Borers «Objekt 424», das in Edelstahl glänzt, in tiefem Rostrot – sie sind tot. Also nicht einfach bunte Herbstfarben, die auf den nahen Winter hinweisen, sondern ein echtes Problem, das zu beheben einiges kosten dürfte.

Immerhin wurden wuchernde Baumsprösslinge und Unkraut zwischen den Eiben entfernt oder zurückgeschnitten, aber einen gepflegten Eindruck macht das Gesamtkunstwerk in dieser Form dennoch nicht, sollte doch das immergrüne «Eiben-Bett» einen stimmungsvollen Kontrast zur stählernen Spirale von Carlo Borer bieten.

Schon damals ein Politikum

Der Platzierung des Objekts im Kreuzacker vor gut drei Jahren war ein längeres Hin und Her vorausgegangen. 2010 hatte der Gemeinderat einen Nachtragskredit zur Beschaffung des Borer-Kunstwerks gesprochen. Dieses war 2007 an einer Ausstellung im Haus der Kunst gezeigt und dann vorübergehend auf dem Zeughausplatz platziert worden. Einem definitiven Aufstellen dort verweigerte sich die Stadt jedoch aus verschiedenen Gründen. Die Platzierung 2015 im Kreuzacker kostete gut 120'000 Franken. Je einen Drittel übernahmen die Stadt, der Kanton und Borer selbst.