St.Margrithen-Bruderschaft
Roland Heim wird den Brüdern den Tarif durchgeben

Obwohl Fussball-EM und Eidgenössisches Musikfest «mitspielten» – das Chilbi-Bott der St. Margrithen-Bruderschaft fand statt. Der Fussball blieb ohne Einfluss – es versammelten sich an die 80 Brüder. Galt es doch neben Neuaufnahmen das Bruderschaftsmahl vom Chilbisonntag festzulegen.

Mark A.Herzig
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Roland Heim wird eine Ansprache halten. (Archiv)

Roland Heim wird eine Ansprache halten. (Archiv)

Bruno Kissling

Das Musikfest allerdings verlangte, da an diesem Wochenende kaum ein aktiver Blasmusiker in der Stadt zu finden war, von Obmann Franz Gamper ein Höchstmass an Flexibilität: Er musste als one-man-band die ganze Bottkapelle ersetzen, die bis anhin aus Mitgliedern der Blaskapelle Konkordia gebildet wurde.

Er tat es elegant und überzeugend. Chilbi- und St. Margrithen-Marsch waren in neuer Fassung für Klarinette solo zu hören, und das quasi a capella donnernd ausgebrachte Bruderschaftslied erhielt mit einem seiner Refrains Recht: «... auch in der grössten Ausweglosigkeit, sind wir ... bereit.»

Ein wichtiger Anlass

Doch von vorne: Das Chilbi-Bott ist einer der zentralen Anlässe der Bruderschaft Sanctae Margarithae zu Solothurn. Es ist eine Art Generalversammlungsteil mit Aufnahmen von Mitgliedern und Bestimmung des Jahresbeitrags, der auf Antrag von Säckelmeister Sacha Bärtschiger für ein weiteres Jahr bei 100 Franken für Brüder und 25 Franken für Schwestern belassen wurde. Cancellarius Patrick Schwaller erntete mit seinem Protokoll des letztjährigen Chilbi-Bott viel Gelächter und Applaus.

Dann aber - ganz wichtig -! galt es festzulegen, ob die im Vorjahr beschlossene Vorstädterchilbi stattfinden soll und wann. Sie soll. Am Sonntag 17. Juli. So einstimmig beschlossen. Man merkt: Ganz so tierisch ernst geht es bei diesem Bott nicht zu und her. Das geht schon mit der Wahl der Stimmenzähler los, die exakt zählen sollen.

Noch entscheidender dann die Bestimmung des Menus für das Bruderschaftsmahl vom Chilbisonntag. Hoch schlugen auch dieses Jahr wieder die Sympathiewellen (deshalb die sorgfältige Auswahl der Stimmenzähler), bis endlich Hauspastete, Bernerteller und Solothurner Erbeertraum, zum Teil sehr knapp (Stimmenzähler!), obenaus schwangen. Die Krebsensuppe ist statutarisch gesetzt.

Der Toast aufs Vaterland

Die Vaterländische Ansprache zwischen Hauptgang und Dessert des Bruderschaftsmahls ist jeweils einer der Höhepunkte der Chilbi. Gespannt ist man deshalb auf den diesjährigen Festredner Roland Heim. Wird der Finanzdirektor den Brüdern den Tarif durchgeben? Die Festmesse wird Ehrenprediger Anton Cadotsch zelebrieren, die Festpredigt Wolfgang Kunicki (Bremgarten AG) halten.

Neu wurden auf Vorschlag ihrer Göttis folgende neun Kandidaten feierlich auf Lebzeiten aufgenommen: Hans-Ulrich Affolter, Jürg Allemann, Jacob Bürkli, Jürg Götschi, Gion Locher, Andreas Schneider, Rolf Trechsel, Daniel Wälti und Markus Winistörfer. Dazu kommen noch vier neue Schwestern, die am Andresenabend, am 25. November, begrüsst werden: Sibylle Frey, Jacqueline Kellerhals, Regula Schneider und Karin Tschumi.