Gemeinschaftsprojekt

Röster und Bäcker spannen zusammen: Solothurn erhält eine «Stadtrösterei»

Hier an der Hauptbahnhofstrasse 7 entsteht bis Mai 2016 mit der «Stadtrösterei» ein Bijou für Kaffeefans.

Hier an der Hauptbahnhofstrasse 7 entsteht bis Mai 2016 mit der «Stadtrösterei» ein Bijou für Kaffeefans.

Mit der «Stadtrösterei» ist an der Hauptbahnhofstrasse ein Gemeinschaftsprojekt im Aufbau. Ab Mai soll hier ein Café entstehen – mit angeschlossener Kaffeerösterei.

Ab Mai 2016 wird ein neuer Gastro-Player die Hauptbahnhofstrasse in der Vorstadt zieren. Unter dem Namen «Stadtrösterei» spannen hier zwei Geschäftspartner zusammen: Auf der einen Seite Martin Laube, Geschäftsinhaber der Bäckerei Laube AG in Derendingen, auf der anderen Seite Bernhard Mollet, Inhaber von Oetterli Kaffee, der als Untermieter von Laube einen Shop-in-Shop betreiben wird.

Wie Mollet ausführt, will er eine Ladenrösterei realisieren – also zum bereits bestehenden Fabriklädeli an der Niklaus-Konrad-Strasse nun auch an der Hauptbahnhofstrasse 7 eine Plattform fürs Privatkundengeschäft aufbauen. Damit gewährt er der Kundschaft gleichzeitig einen Blick ins Rösterhandwerk. «Wir werden hier spezielle Kaffeesorten rösten, die man eben nur in der ‹Stadtrösterei› finden wird», sagt Mollet.

«Eigene Ideen, eigenes Wissen»

Nach seiner Einschätzung suchen die Geniesser wieder das Aussergewöhnliche in der Kaffeetasse. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen Schulungen hinzukommen, in denen dem Kaffeeinteressierten die Arbeit des Barista oder des Kaffeerösters nähergebracht werden soll. Martin Laube seinerseits stellt den Restaurationsbetrieb sicher.

Seit elf Jahren führt er in Derendingen eine Bäckerei, nun kommt Solothurn als Filiale hinzu. «Ich wollte immer was eigenes aufziehen, wo meine Ideen und mein Wissen dahinter sind», verrät er. «Und die Zusammenarbeit von Röster und Bäcker ist wohl einzigartig.»

Das Lokal soll im Wienerstil daherkommen und im Innenbereich 50 Gästen Platz bieten. Auch Aussensitzplätze sind vorgesehen. Die Kaffeemischungen aus Mollets Ladenrösterei sollen hier auch auf der Karte stehen. «Die Profilierung im Kaffeebereich ist neu. Aber angeboten soll auch werden, was zum Kaffee dazugehört: also Süsses», so Laube. Aber auch ein Mittagsmenü und eine Snackkarte seien vorgesehen.

Zurzeit befindet sich die unter Denkmalschutz stehende Liegenschaft in der Rohbauphase. Der Innenaufbau soll ab Anfang 2016 angegangen werden. Da Laube einen stilistischen Kontrast zwischen Alt und Neu schaffen will, sollen auch die alten Sandsteinmauern bestehen bleiben.

Durch die Solothurner Filiale wird Laube seine gesamte Mitarbeiterschaft von 20 auf rund 26 oder 27 Personen aufstocken, Mollet spricht für die Shop- in-Shop-Ladenrösterei von zusätzlichen 100 bis 150 Stellenprozenten. Die beiden Bereiche von Laube und Mollet bleiben operativ und rechtlich getrennt, sind aber thematisch und örtlich zusammengefasst.

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