In Zahlen ausgedrückt heisst das, mit einem Monatsmittel von 7,3 Grad übertrifft er mehr als 2,5 Grad den langjährigen Durchschnitt, und mit 28,5 Litern Regen pro Quadratmeter in Solothurn (27 im Wallierhof Riedholz) bewegt er sich weit weg von einer normalen Monatsregenmenge, die bei rund 120 Litern liegt. So fielen während allen drei Herbstmonaten in Solothurn nur gerade 88,5 Liter Regen, und das nach einem Sommer, der auch nur etwa 60 Prozent der üblichen Niederschlagsnorm erfüllt hatte.

Warme erste Monatshälfte

In das Bild passt, dass es während der ersten zehn Tage nur gerade für 9 Liter Regen in Solothurn reichte, wobei Allerheiligen mit 4 Litern noch den Löwenanteil besteuerte. Das erste Monatsdrittel zeigte sich jedoch überwiegend von der hochneblig trüben Seite, auch wenn sich die Sonne sporadisch am Nachmittag noch durchsetzen konnte. Dazu war es ausgesprochen mild, früh morgens sank das Thermometer jeweils nicht unter 5 bis 7 Plusgrade und nachmittags wurden in schönster Regelmässigkeit zweistellige Werte erreicht. Relativ feucht war es vom 11. bis 13. November, wobei die Niederschlagmengen insgesamt ebenfalls nicht in den zweistelligen Literbereich vorstiessen.

Eine kühle Episode

Nach einer dreitägigen, noch milden Hochnebelphase, zeigte der November ab der Monatsmitte endlich ein kühleres Gesicht. Und am 19. staunte Solothurn nicht schlecht, als die ersten Flocken sogar da und dort in der Stadt ein Fläumchen Weiss hinterliessen.

Aber mit einem richtigen Wintereinbruch hatte das Bisengestöber nichts zu tun, und bis Ende Monat musste man im Flachland mehrheitlich mit einem grauen Nebelbrei leben, wodurch die Temperaturen klar im einstelligen Bereich blieben. Schwache Fronten brachten hie und da zwei, drei Liter Regen – somit hielten sich auch die Sonnentage auf den Jurahöhen über dem Nebelmeer in eher engen Grenzen.

Jetzt wirds nass

Allein der Sonntag brachte mit gut 30 Litern Regen mehr als der ganze November zusammen nach Solothurn. Dazu könnten diese Woche mit dem nassen Montag noch gut und gerne 50 Liter dazukommen, ehe mit kühlerem und trocknerem Wetter in der zweiten Dezemberwoche zu rechnen ist. Erste Modelle sagen dann kalte Frostnächte voraus, doch nur über wenige Tage. Für die Vorweihnachtswoche werden schon wieder wärmere Zeiten gesehen.