Graue Panther Solothurn
Rentenbesteuerung ist das Hauptthema der Generalversammlung

Wichtigster Geschäftsteil der von rund 90 Vereinsmitgliedern besuchten Generalversammlung bildete die vorgestellte Auswertung einer «Chropfläärete»- Zusammenkunft Anfang Januar.

Gundi Klemm
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Im vergangenen Jahr veranstalteten die Grauen Panther mehrere Anlässe. Hier wird aufmerksam einem Vortrag über die Energiepolitik gefolgt.

Im vergangenen Jahr veranstalteten die Grauen Panther mehrere Anlässe. Hier wird aufmerksam einem Vortrag über die Energiepolitik gefolgt.

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Hartwig Roth, zugleich Finanzverantwortlicher im 311 Angehörige umfassenden Verein, hatte gemeinsam mit dem Vorstand geäusserte Wünsche und Kritik zu vier Themenkreisen übersichtlich analysiert. Er erläuterte Programm- und Angebotsvielfalt der Vereinigung, bei der Vernetzung und vielleicht sogar mehr Kooperation mit anderen Organisationen angeregt wurde. Beibehalten werden sollen die im Zwei-Wochen-Turnus durchgeführten Anlässe, die sich weiterhin neben dem beliebten Spielen und Wandern vielfältigen Themen aus Politik und Gesellschaft widmen.

Die mit viel Beifall wiedergewählte Präsidentin Silvia Wälchli machte im Sinn möglicher Angebotserweiterung auf bevorstehende Veranstaltungen aufmerksam wie etwa die Teilnahme der Grauen Panther bei der Durchführung von «Platz da», an der sich am 19. Mai Junge und Junggebliebene am frühen Abend zum gemeinsamen Spiel auf dem Kronenplatz treffen. Am 16. Mai geht es um Informationen zur Rentenreform, über die bekanntlich im Herbst abgestimmt wird.

Zum wichtigen Jahresthema wird aber die Rentenbesteuerung. Vorstandsmitglied Miguel Misteli zeigte auf, dass die Besteuerung insbesondere für Rentnerpaare seit 1994 in Solothurn um 116 Prozent gestiegen sei. Um für den Abbau dieser doch erheblichen Belastung Gehör zu finden, soll eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Pro Senectute gegründet werden mit dem Ziel, diverse Aktionen bis hin zur Volksinitiative zu entwickeln.

Beitragserhöhung

Um für diese stets gut besuchten Aktivitäten auch über die nötigen Finanzen zu verfügen, beschloss man einstimmig, die Mitgliederbeiträge leicht anzuheben. Einzelmitglieder zahlen jährlich statt bisher 30 jetzt 40 Franken. Paare entrichten nun 60 statt 40 Franken. Und Institutionen fördern die Vereinigung neu mit 75 (vorher 50) Franken. Das ergibt Mehreinnahmen von rund 3000 Franken, die dem Budget wieder zu «schwarzen Zahlen» verhelfen. Denn die letzten Jahresabschlüsse wiesen Verluste um jeweils 2000 Franken auf, die laut Roth das Eigenkapital von aktuell 16 400 Franken in Kürze aufgezehrt hätten.

Da die Grauen Panther zu ihren Vorträgen und Diskussionen immer auch Aussenstehende einladen und dies als wichtige Dienstleistung an der Öffentlichkeit erachten, sollen Besuchende auf eine Spende fürs «Anlasskässeli» aufmerksam gemacht werden. «Wir unternehmen viel für ältere Mitbürgerinnen und –bürger. Deshalb sollten wir bei der Stadt Solothurn vorstellig werden und um eine Unterstützung bitten», riet Anna Stadelmann, um die Vereinsfinanzen in der Balance zu halten.

Bedauert wurde die Demission von Fidel Grüninger aus dem Vorstand. Er bleibt allerdings im städtischen Seniorenrat. Statt der sehr beliebten Französisch-Lehrerin Annelies Kradolfer wird künftig Verena Wälti am Freitagmorgen im Baseltor zur frankophonen Konversation einladen. Für Doris Schumacher vertritt Miguel Misteli die Belange der Grauen Panther in der Dachorganisation VASOS. Die bisherige Spielchefin Li Sägesser legt ihr Amt in die Hände von Susi Wanner. Mit liebevollen Worten gedachte Fidel Grüninger der neun, im Vorjahr verstorbenen Vereinsmitglieder.

Viel ehrenamtliche Arbeit

Die Gestaltung des Jahresprogramms mit interessanten Themen und Referenten, die Vertretung der Institution und ihrer Mitglieder auf allen Ebenen ist, wie Vizepräsidentin Irène Privé temperamentvoll ausführte, mit Engagement und Zeitaufwand verbunden. Deshalb bestätigte die Versammlung neben Präsidium und Vize alle übrigen Vorstandmitglieder (Anna Hartmann, Miguel Misteli, Rosemarie Ledermann, Hans Rüd, Susi Wanner, Otto Naef und Hartwig Roth) mit herzlichem Dank. Der frühere Präsident Hans Christen lobte die umsichtige Vereinsführung. Aus dem städtischen Sozialwesen hiess es im Grusswort von Domenika Senti: «Ihr Grauen Panther seid wichtiger denn je».