In seinem Jahresbericht erwähnte Präsident Thomas Wallner vor 35 Mitgliedern der Kosciuszko-Gesellschaft Solothurn das 25-Jahr-Jubiläum der Städtepartnerschaft Solothurn-Krakau, die Kranzniederlegung am Polendenkmal in Zuchwil in neuer Form im Oktober sowie der Umstand, dass die polnische Botschaft inskünftig den Mietzins für das Museum an der Gurzelngasse 12 übernimmt.

Die anwesenden Mitglieder konnten auch vernehmen, dass der Präsident auf die nächste Generalversammlung demissionieren wird. Glücklicherweise kann die Tradition, dass immer ein Regierungsrat an der Spitze des Vereins steht, weitergeführt werden. Regierungsrat Remo Ankli hat sich bereit erklärt, das Schiff ab Ende 2016 zu steuern.

Partnerstadt Krakau vorgestellt

Bevor sich Stadtpräsident Kurt Fluri mit der Städtepartnerschaft befasste, stellte er die wechselvolle Geschichte der Stadt Krakau vor. Funde bezeugen, dass sie schon vor Jahrtausenden besiedelt war und im Verlaufe der Zeit verschiedene Völker sich dort niederliessen.

Im Jahre 1000 wurde Krakau zum Zuge der Christianisierung Bischofssitz. Sie wurde auch Hauptstadt und später Krönungsstadt der polnischen Könige. An ihrer Universität studierte im Spätmittelalter auch Nikolaus Kopernikus.

Im 17. Jahrhundert wurde dann die Hauptstadt nach Warschau verlegt. 1794 legte Tadeusz Kosciuszko auf dem Marktplatz seinen Eid ab, die Unabhängigkeit Polens zu verteidigen, was aber nicht gelang und Polen daraufhin aufgeteilt wurde.

Anstelle der politischen Bedeutungslosigkeit erlebte Krakau im 19. Jahrhundert eine enorme künstlerische Entwicklung. Seit den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts reifte beim damaligen Stadtpräsidenten Urs Scheidegger die Idee einer Städtepartnerschaft.

1990 wurde dann von den beiden Stadtpräsidenten die Urkunde, welche dafür als Basis gilt, unterzeichnet. Seither besucht eine Delegation des Stadtrates alle vier Jahre Krakau.

Ebenso stattet eine Delegation von Krakau Solothurn in unregelmässigen Abständen einen Besuch ab. Kurt Fluri hofft, dass die Partnerschaft sich stärker auf die Ebene der Bürger ausdehnt.

300 Gäste registriert

Kustos Benedykt Drewnowski konnte vermelden, dass im Gästebuch des Museums dieses Jahr 300 Einträge verzeichnet sind. Unter den Besuchern waren Leute aus Wroclaw und Krakau, aber auch der neue polnische Botschafter in der Schweiz, Jaromir Sokolowski.

Die von Gertrud Lauener präsentierte Jahresrechnung überzeugte auch die Revisoren. So wurden Jahresrechnung und Voranschlag von der Versammlung genehmigt. Beim Traktandum Wahlen gab es nur eine Änderung zu verzeichnen. Anstelle des demissionierenden Aktuars Anton Strähl wurde Felix C. Furrer in dieses Amt gewählt.

Somit sieht der Vorstand neu wie folgt aus: Präsident: Thomas Wallner, Vizepräsident: Kurt Fluri, Quästorin: Gertrud Lauener, Kustos: Benedykt Drewnowski, Aktuar/Sekretär: Felix C. Furrer, Beisitzer: Terese Ackermann, Konsul Maciej Klos, Jersy Milosz, Janusz Morkowski, Pfarrer Gregor Piotrowski, Jan Sroka.