Solothurn

Regionalität steht im Fokus der diesjährigen HESO

Sie gestalten die HESO mit: (v.l.) Claudia Rüegsegger (Insieme), Mirjam Lüthi-Probst (IP Suisse), Urs Unterlerchner (Präsident HESO-Geschäftsleitung), Sonja von Allmen (Insieme), Thomas Zindel (Geschäftsstelle/Finanzen), Georg Kaufmann (Baudienst), Michèle Müller (Geschäftsstelle/Finanzen).

Sie gestalten die HESO mit: (v.l.) Claudia Rüegsegger (Insieme), Mirjam Lüthi-Probst (IP Suisse), Urs Unterlerchner (Präsident HESO-Geschäftsleitung), Sonja von Allmen (Insieme), Thomas Zindel (Geschäftsstelle/Finanzen), Georg Kaufmann (Baudienst), Michèle Müller (Geschäftsstelle/Finanzen).

Am 22. August startet in Solothurn der Aufbau der 39. Herbstmesse. Neben Altbewährtem setzt die HESO dieses Jahr auf eine landwirtschaftliche Sonderschau im Zeichen nachhaltiger und wirtschaftlich ausgewogener Landwirtschaft.

Noch bevor sie begonnen hat und noch bevor der Aufbau ab 22. August seinen Lauf nimmt, ist die 39. Ausgabe der Herbstmesse in den Augen ihrer Macher bereits ein Erfolg. Urs Unterlerchner, Präsident der HESO-Geschäftsleitung, vermeldete gestern: ausverkauft.

Tatsächlich werden zwischen 23. September und 2. Oktober 272 Aussteller jeden der 10 700 Quadratmeter auf dem Areal des Schanzengrabens, der Chantierwiese und der Reithalle ausfüllen.

«Die Aussteller kommen zu uns, weil sie hier immer noch Geld machen», so Unterlerchner. Rund 60 Aussteller, vorwiegend ausserregional, konnten nicht berücksichtigt werden, informiert Thomas Zindel von der HESO-Geschäftsstelle.

Doch dieser Zulauf sei in der hiesigen Messelandschaft keine Selbstverständlichkeit: «Damit eine Ausstellung noch so gut funktioniert, muss man entsprechend Sorge tragen», so Unterlerchner.

Dass konstant drei Viertel der Aussteller aus der Stadt und der Region stammen, ist einer der Faktoren: «Der regionale Fokus ist uns sehr wichtig.»

Sonderschau mit Biostempel

Ebenso zählen die eingespielten Organisationsstrukturen, die Altstadtnähe sowie der Charakter der Gratismesse und nicht zuletzt die Ausgewogenheit von Gewerbeinhalten und kulturellem Rahmenprogramm.

Die Sonderschau liefert Jahr für Jahr von neuem Abwechslung – «nicht eingekauft, sondern aufwendig organisiert.» Dieses Jahr steht besagte Sonderschau im Zeichen nachhaltiger und wirtschaftlich ausgewogener Landwirtschaft sowie Nahrungsmittelproduktion und ist als Plattform dem Verein IP Suisse gewidmet.

«Wir wollen der breiten Öffentlichkeit und den Schulen die IP Suisse näherbringen. Oft wissen nämlich die Konsumenten nicht, welcher Mehrwert hinter Labelprodukten steht», sagt Mirjam Lüthi-Probst von IP Suisse, die für die Sonderschau verantwortlich zeichnet.

So können Besucher im Zelt neben dem Baseltor einen landwirtschaftlichen «Lehrpfad» beschreiten. Unter dem Slogan «Unsere Produkte haben einen Vogel» wird gerade auch der Schutz der Vogelwelt im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Produktion aufgezeigt.

Eine allgemeine Infoecke und ein Informationsbereich für Lehrberufe in der Landwirtschaft runden die Sondershow ab. Auch Aktivitäten wie Äpfel mosten oder Mehl mahlen gehören ins Angebot.Thematisch Neuwertiges bringt zudem die heuer eingeladene Gastregion: Im Fokus steht das Haslital, dessen Sommer- und Winterattraktionen an einem eigenen Stand vorgestellt werden.

Schwerpunkt bei der alljährlichen Aktion «HESO zeigt Herz» bildet «Insieme Solothurn», die hiesige Selbsthilfeorganisation für Menschen mit einer geistigen Behinderung, sowie ihre Angehörigen.

«Insieme» feiert mit der Standpräsenz an der Herbstmesse sein 50-Jahr-Jubiläum. Und dabei kommt auch der Erlös des am Schlusstag stattfindenden Charity-Ride mit Hunderten von Harley-Davidson-Fahrern der Institution zugute.

Söili-Rennen als Klassiker

Neben Neuem lebt die Herbstmesse auch vom Altbewährten: So gehört die Standprämierung anlässlich des Behördentags ebenso zur Tradition wie ein Besucherwettbewerb als Buchstaben-Suchspiel, der Anlass «Frau und Finanzen» oder die Ausgangsmeile im Schanzengraben mit Nightstyle, Halle 11 (vom Wangener «Schützenhouse») und dem Red Grizzly Saloon.

Weiter zählen traditionsgemäss auch das Jugendzelt der kantonalen Jugendförderung sowie das Sport- und Schwingerzelt und die Biobauern mit angeschlossenem Streichelzoo zum Reigen im Schanzengraben. Wie die Sonderschau ist auch die Präsenz Biobauern auf die Nahrungsmittelproduktion ausgerichtet: «Bio is(s)t gesund» lautet hier das Motto.

Als Highlight im Schanzengraben wird wieder das Söili-Rennen seine Fans anlocken. Und: Ein übers ganze HESO-Areal gleichmässig verteiltes Gastroangebot deckt leibliche Bedürfnisse ab.

Jedes Jahr wird ein junger Künstler oder eine Künstlergruppe beauftragt, das repräsentative Sujet zu gestalten, mit dem die HESO auf Plakaten und Prospekten die Werbetrommel rührt. Dieses Jahr kam mit dem Langendörfer Simon Willimann ein Gestalter in die Kränze, der ein technisch bestechendes, in Retro-Optik gehaltenes Erscheinungsbild in Form eines fiktiven Orientierungsplans gestaltet hat.

Für HESO-Besucher gibts statt des regulären Prospekts ein neues Format: Die sogenannte Pocketcard lässt sich auf Hosentaschengrösse zusammenfalten und enthält trotzdem einen grösseren Plan für eine bessere Lesbarkeit, was bei einem so dichten HESO-Programm auch nötig ist.

Mehr Infos gibt es auf www.heso.ch

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