«Es freut uns einmal mehr, talentierten Kulturschaffenden und Sportlern für den enormen Einsatz, den sie leisten, danke zu sagen», erklärte Markus Boss, CEO der Regiobank, im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Alten Spitals. Der Kultur- und Sportfonds der Regiobank besteht seit 1983. In den vergangenen 17 Jahren hat er insgesamt 750'000 Franken in die Talentenförderung investiert. Auch in diesem Jahr durften zwölf Personen jeglichen Alters einen Anerkennungs- und/oder Förderungspreis von je 5000 Franken entgegennehmen – davon drei Viertel Männer. «Trotz Frauentag», bemerkte Boss.

Einen ersten klangvollen Akzent setzte die 2013 gegründete Rockband Basement Saints, bestehend aus den Preisträgern Samuel Jaussi, Tobias Arn und Anton Delen. «Ihr Aufstieg war kurz und steil, betonte Eva Gauch in ihrer Laudatio. Die Band tritt heute fast jedes Wochenende in der Schweiz oder im nahen Ausland auf.

Reges Musikschaffen

Martin Albrecht übernahm die Aufgabe, die Gründerin des musikalischen Zentrums «Solotutti», Isabella Steffen Meister, unter den Preisträgern zu begrüssen. Das Zentrum ist ein Treffpunkt für musika Hanslische Bildung und steht grundsätzlich jedem offen, unabhängig von Alter und Fähigkeiten. Rund 500 Schülerinnen und Schüler werden von einem 25-köpfigen Team aus Musikpädagogen unterrichtet.

Über das Preisgeld freute sich auch der gebürtige Däne Bjarne Friis. Der Musiklehrer und Autor des Buches «Rock’n’School 1-2 & 3» unterrichtet im Schützenmattschulhaus und coacht Jugendbands. An Konzerten ist er verantwortlich für die Sound-, Licht- und Tontechnik. Krankheitshalber nicht anwesend war Jonathan «Johnny» Sollberger. Der Rapper und leidenschaftliche Schauspieler, der seine Karriere bei den Solothurner Singknaben begann, ist ein künstlerisches Multitalent, das sich in keine Schublade stecken lässt.

Die Laudatio im Bereich Sport übernahm Valentin Oetterli. Als erste würdigte er die junge Bobfahrerin Paulina Götschi, die die Schweiz bereits an internationalen Anlässen vertrat und vom Schweizer Nationalcoach und Olympiasieger Christoph Langen trainiert wird. Das langfristige Ziel der 17-Jährigen ist, Profi-Bobfahrerin zu werden. Ein nicht minder ambitiöses Ziel hat der Curler Yannick Schwaller. Der im Curling-Team Bern angesiedelte Skip ist eine der grössten Nachwuchshoffnungen der Schweiz und kann bereits zahlreiche Erfolge verbuchen. Zu den ganz grossen Nachwuchshoffnungen im Sport gehören auch die Brüder Felix und Max Studer. Die beiden sind im Triathlon zuhause und ein eingespieltes Team. Sie sorgten bereits auf dem internationalen Parkett für Aufsehen und möchten ebenfalls bei der Elite Fuss fassen.

Fotos, Zeichnungen und Bilder

Mit Urs Amiet konnte Fränze Aerni nicht nur einen Preisträger, sondern auch einen Meister der Lochfotografie vorstellen. Zu den Bildgattungen des Grafikers gehören Architektur, Landschaft und Industrie. Lobende Worte fand sie auch für den Bildhauer von Klangtönen, Flo Kaufmann. Der Tüftler und Bastler verwebt geschickt Klänge und Bilder und ist hauptsächlich an experimenteller elektronischer Musik, Sound und Videoinstallationen interessiert.

Wie die Kunsthistorikerin Christine Zürcher in ihrer Laudatio betonte, beschäftigt sich die Kunstschaffende Esther Ernst seit über 16 Jahren mit dem täglichen Zeichnen, Notieren und Ordnen von Ereignissen. Sie hält ihre innere Welt der Emotionen und Reflexionen in Verbindung zur äusseren Welt fest und macht sie in ihren Zeichnungen und raumgreifenden Installationen sichtbar. Grossformatige, fotorealistische Bilder in Acrylfarbe zeichnen die gebürtige Bulgarin Gergana Mantscheva aus. In ihren Werken verarbeitet sie auf stille, aber eindringliche Weise Fragen nach menschlicher Würde, Schicksal oder Identität. In Einzel- oder Gruppenausstellungen stossen ihre Bilder auf viel Beachtung.