Die Regiobank Solothurn AG konnte 2017 vom positiven Marktumfeld profitieren und gesund wachsen. Dies schreibt die Bank in einer Medienmitteilung. Im Gleichschritt mit dem Wachstum legte auch der Geschäftserfolg zu, der erstmals die Grenze von 16 Millionen Franken überstieg. Dieses «operativ ausgezeichnete Resultat» liege um 0,46 Millionen Franken oder 2,9 Prozent über dem Vorjahr und erlaube es der Bank, das Eigenkapital nochmals zu stärken.

So konnte das offen ausgewiesene Eigenkapital vor Gewinnverwendung erneut deutlich um 8,7 Millionen auf 213,6 Millionen Franken gesteigert werden. Zusammen mit weiteren bankengesetzlich anrechenbaren eigenen Mitteln verfügt die Bank über rund 91 Prozent mehr Eigenmittel als gesetzlich erforderlich.

Auch die weiteren Kennzahlen bilden den Erfolg ab: Die Bilanzsumme stieg um 3 Prozent oder 78 Mio. auf 2,70 Milliarden. Franken. Der Jahresgewinn liegt mit 7,43 Millionen Franken um 1,68 Prozent über dem Vorjahr. Als «besonders erfreulich» vermeldet die Regiobank das starke Wachstum der Ausleihungen an Kunden von 89 Millionen Franken.

In einem kompetitiven Markt steigert sich dieser Betrag damit um 4,1 Prozent auf 2,244 Milliarden Franken. Vom Gesamtbestand der Ausleihungen sind 92 Prozent grundpfandgesicherte Forderungen.

Zinserfolg gesteigert

Das Zinsengeschäft als wichtigste Ertragsquelle trug im Berichtsjahr rund 75 Prozent zum Betriebsertrag bei. Das stetige Wachstum der Ausleihungen und die günstigere Refinanzierung führten dazu, dass der Brutto-Zinserfolg um 2,9 Prozent oder 0,8 Millionen Franken erhöht werden konnte.

Trotz des Konkurrenzdrucks und des tieferen Zinsniveaus konnte die Bruttozinsspanne im Vergleich zum Vorjahr gehalten werden. Bei den Kundengeldern verzeichnete die Bank eine Zunahme von 57,5 Millionen Franken oder 2,9 Prozent. Aktiv wurden Grosspositionen reduziert und die Kundenbasis weiter verbreitert.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich im Berichtsjahr um 11,7 Prozent oder 0,6 Millionen auf 5,8 Millionen Franken. Einerseits zeigten die eingeleiteten Initiativen im Bereich der Anlageberatung erste positive Auswirkungen, andererseits könne «auf ein sehr erfreuliches Börsenjahr» zurückgeschaut werden.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft liegt um 0,1 Millionen Franken bzw. 3,2 Prozent über dem Vorjahr. Die Steigerung begründet sich im Wesentlichen durch höhere Sorten- und Devisenerträge.

Grossinvestition in Zuchwil

Die Zunahme in den Sachanlagen ist geprägt durch Investitionen in die neue Geschäftsstelle an der Hauptstrasse 58 in Zuchwil. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Millionen Franken bzw. 13 Prozent reduziert.

Ende 2016 wurden Mitarbeitende, die IT-Aufgaben bankintern sowie für andere Banken erbringen, aus der Regiobank in eine eigenständige Tochtergesellschaft ausgegliedert. Einerseits reduzierte sich dadurch der übrige ordentliche Erfolg. Im Gegenzug verringerte sich der Geschäftsaufwand um die Kosten der ausgegliederten Mitarbeitenden.

Der Verwaltungsrat wird den Aktionären eine Ausschüttung von 66 Franken pro Aktie beantragen. Die Gewinnreserven sollen mit 6,2 Millionen Franken geäufnet werden. Dem Fonds zur Förderung und Unterstützung kultureller, sozialer und sportlicher Anliegen sollen 350'000 Franken zufliessen.

Fürs Geschäftsjahr 2018 zeigt sich die Bankleitung optimistisch: «Wir erwarten ein leicht besseres Ergebnis. Falls keine unerwarteten Ereignisse eintreffen, sind wir zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.» (szr)