Kurhaus Weissenstein

Regiobank ist als Käuferin des Kurhauses Weissenstein im Geschäft

Das Kurhaus wird auch finanziell einen frostigen Winter erleben: Das Wirtepaar quittiert den Dienst Ende November und eine Nachfolge ist nicht in Sicht. (Foto: Oliver Menge)

Das Kurhaus wird auch finanziell einen frostigen Winter erleben: Das Wirtepaar quittiert den Dienst Ende November und eine Nachfolge ist nicht in Sicht. (Foto: Oliver Menge)

Die erste Hürde für den Fortbestand des Kurhauses Weissenstein ist genommen: Der Bürgerrat von Solothurn und der Verwaltungsrat der Kurhaus Weissenstein AG stimmen dem Verkauf an die Regiobank zu.

«Wir wollen einen Eklat vermeiden und die Unsicherheit um das Kurhaus beenden», teilte Felix Leuenberger, VR-Präsident der Regiobank Solothurn, zum geplanten Kauf des Kurhauses Weissenstein mit. Dieser soll noch in diesem Jahr erfolgen. Eine Vorbedingung dazu hatte der Bürgerrat Solothurn bereits mit einem einstimmigen «Ja» zum Verkauf erfüllt. Die zweite dann der Verwaltungsrat der Kurhaus Weissenstein AG, der nun ebenfalls den Verkauf an die Solothuner Regionalbank beschlossen hatte.

Entscheidung im Dezember

Nun sind noch zwei Hürden zu nehmen: Am 13. Dezember muss die Bürgerversammlung, am 16. Dezember eine ausserordentliche Aktionärsversammlung den Deal mit der Regiobank absegnen. Diese äusserte sich auch nicht zum Kaufpreis, der aber aufgrund der Vebindlichkeiten bei zwei Mio. Franken liegen dürfte. Ein Verkauf des ganzen Ensembles hat sich gerade aufgedrängt, weil Ende November das jetzige Pächterpaar den Weissenstein verlässt, und über den Winter keine Nachfolge für Einnahmen bei der Kurhaus Weissenstein sorgt.

Renovation des Ostflügels ist angezeigt

Bei einem Konkurs der AG wäre der Heimfall des Haupttrakts an die Bürgergemeinde erfolgt, die auch nicht auf Rosen gebettet ist. «Und zudem droht uns zwingend eine Renovation des Ostflügels, wegen Auflagen der Gebäudeversicherung», begründete Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger die Verkaufsabsicht der Bürgergemeinde weiter. Wyniger bestätigte auch, dass neben dem Ostflügel das Land, auf dem das Kurhaus steht, der Parkplatz und die Zufahrtsstrasse verkauft würden (wir berichteten).

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