Solothurn
Regiobank belohnt fleissige Kunstschaffende und Sportasse

750 000 Franken hat die Regiobank Solothurn in 15 Preisverleihungen ihrem Kultur- und Sportfonds entnommen, um Talente zu fördern oder anzuerkennen.

Wolfgang Wagmann
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Das Gruppenbild der Preisträgerinnen und -träger mit Regiobank-VR-Präsident Felix Leuenberger und CEO Markus Boss (r.)

Das Gruppenbild der Preisträgerinnen und -träger mit Regiobank-VR-Präsident Felix Leuenberger und CEO Markus Boss (r.)

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«Mehr als diese Summe erstaunt mich, dass es immer wieder so viele Talente in unserer Region gibt», erklärte Markus Boss, CEO der Regiobank, im proppenvollen Saal des Alten Spitals. 12-mal konnte Boss einen Anerkennungs- und/oder Förderpreis von je 5000 Franken vergeben, und zwar an einen bunten Mix von Personen jeglichen Alters aus den Bereichen Sport und Kultur. Eines betonte der CEO jedoch: Talent haben reiche nicht aus, «es heisst dazuarbeiten im Schweisse des Angesichts und ohne Unterlass». Die Bank unterstütze solche Talente «mit einem Zustupf, dank dem sie vielleicht auch eine Phase des Zweifels überstehen können».

Nimmersatt der Sprache

Einen ersten klangvollen Akzent setzten die beiden Preisträgerinnen Franziska Baschung auf ihrer Klarinette sowie Domorganistin Suzanne Z’Graggen am Flügel. Tourismusdirektor und Kuratoriumsmitglied Jürgen Hofer würdigte Baschungs «beeindruckende Gestaltungsfreude» bei ihrer musikalischen Tätigkeit, Z’Graggen dagegen als «musikalische Marathonläuferin», die nach dem Brandanschlag auf St. Ursen gar eine eigene Orgel zum Üben angeschafft habe.

Fränze Aerni konnte mit Hanspeter Bader, dem 56-jährigen Mimen und Regisseur, nicht nur einen weiteren Preisträger, sondern auch einen Wortakrobaten der Extraklasse ankünden: Brillant seine drei Lesungen rund um «der Appetit kommt mit dem Essen» – Lachstürme erntete er mit der Schilderung des Ess- und Verdauungsvorgangs gemäss dem Meyerschen Konversationslexikon.

Gewürdigt von Aerni wurden als weitere Preisempfängerinnen die Solothurner Bildhauerin Barbara Wiggli – «sie sucht in möglichst exakter Form- und Materialwahl adäquate Lösungen für geahnte Zusammenhänge». Dagegen hat gemäss der Laudatorin Verena Baumann, die in Paris lebende Künstlerin, ihre «eigene impressionistische Ausdrucksform» gefunden. Bereits internationales Renommee geniesse dagegen der grossflächig arbeitende Künstler Onur Dinc, herausgegangen aus der «Kofmehl-Kultur». Leider nicht anwesend sein konnte wegen eines Konzertauftritts die junge Biberister Band und Preisträgerin «Gibberish» – sie setzt sich zusammen aus Romy David, Anja Meyer, Maja Krämer und Regi Senn.

Und ein sportliches Quartett

Einen Querschnitt durch vier in der Region sehr populären Randsportarten lieferten die Kuratoriumsmitglieder Marco Felder und Valentin Oetterli mit ihrer Würdigung der vier Preisberechtigten in der Sparte Sport. Da ist einmal die erfolgreiche Martina Strähl aus Oekingen, «seit Jahren die beste Bergläuferin der Schweiz», die bei mehreren Wettkämpfen auch den Streckenrekord hält. Ihr Trainingsaufwand sei enorm, hielt Felder fest, der auch erwähnte, dass Strähl sich wegen Rückenproblemen dem Berglauf verschrieben habe, «da dieser schonender ist als Läufe im Flachen».

Als eine der «vielversprechendsten Curling-Juniorinnen der Schweiz», wurde die 18-jährige Biberisterin Lisa Gisler ausgezeichnet –trainiert wird sie vom bekannten Solothurner Skip Urs Dick. Unihockey ist in der Region sehr populär, und in der Person der aus Aetigkofen stammenden Christine Zimmermann erhielt auch aus dieser Sportart eine junge, erst 22-jährige Spitzenathletin, die für den UHC Dietlikon spielt, den Förder- und Anerkennungspreis. Weitere 5000 Franken wurden dem Holderbanker Sportschützen Jan Lochbihler zuerkannt. Für die Sportschützen Balsthal schiessend, war der 20-Jährige 2008 mit dem Gewehr Junioren-Europameister über 50 Meter geworden.

Sportlich auch das Schlussbukett, obwohl von einem preisgekrönten Duo der Sparte Musik vorgetragen: «Studer & Stampfli» verblüfften indem er, Philipp Stampfli, den Flügel bespielte, auf dem sie, Rahel Studer, liegend sang. Applaus, Applaus!