Der Reigen der Anlässe habe sich durch «viele investierte Stunden und Herzblut» ausgezeichnet, gab RES-Direktor Felix Strässle anlässlich einer Schlussfeier bekannt. Auch wurden in einem kurzen Film die Veranstaltungen zu Ehren der 150-jährigen Jubilarin Revue passiert, die vor genau einem Jahr mit dem Laternenanzünden auf dem Friedhofplatz begonnen hatten.

Doch bei aller Wehmut bleibt etwas zurück: «Wir möchten in der Zukunft auch etwas Vergangenes für die Zukunft übergeben», sagte Strässle. Zum einen sei es das lancierte Kinderbuch «Max der kleine Erfinder» von Reto Stampfli und Rolf Imbach und zum anderen eine Schenkung ans Museum Blumenstein.

Trouvaillen mit historischem Wert

So hatte die Regio Energie Solothurn insgesamt sieben Exponate restaurieren lassen, um diese in den Bestand des Museums zu übergeben. Darunter: Dampfmaschinen, teilweise als uralte Schularbeiten realisiert, oder eine funktionstüchtige Gaslampe. Als oft gesehenes Glanzstück des Jubiläumsjahrs zählt auch ein Gaskochherd der Schweizerischen Gasapparate-Fabrik Solothurn dazu, der um die vorletzte Jahrhundertwende in hiesigen Küchen zu finden war.

Zusätzlich werden für den Museumsbestand nun auch noch galvanische Elemente zur Speicherung von Energie oder für den schulischen Unterricht an der Kanti eine Reibungselektrifiziermaschine von 1860, die wortwörtlich die Haare zu Berge stehen lässt sowie weitere Objekte restauriert. Gerade diese standen im Zentrum des gestrigen Anlasses.

Händchen für Dampfmaschinen

«Blumenstein»-Konservator Erich Weber, der auch die historischen Grundlagen für die Jubiläumsfestivitäten erarbeitet hatte, war den Exponaten nachgegangen. «Auf die sind wir auf dem Estrich des Museums gestossen», erzählte er und verwies gleichzeitig auf die dort ungünstige Lagerung. Rost nagte an allen Ecken und Enden.

Einer der mithalf, die havarierten Objekte instand zu stellen, war Heinz Uhlmann. Als ehemaliger Lehrer am Sanitärtechnikum Bern bewies er sowohl das Händchen als auch die Passion für Dampfmaschinen: Gerade für die Watt’sche Niederdruckmaschine habe es einige Bögen Schleifpapier gebraucht – und unzählige Stunden Arbeit.

Anhand einer restaurierten, vorindustriellen Öllampe, dessen Typ schon als verschollen galt, entführte Erich Weber im abgedunkelten Raum ins nächtliche Solothurn anno 1860: Nicht viel mehr als schummriges Kerzenlicht geht von diesem Vorgänger der Gaslampe aus. Licht, das den damaligen Bewohnern ausreichen musste, um von Lampe zu Lampe schleichend, irrend (oder torkelnd?), den Heimweg zu finden. Vieles hat sich seit den vergangenen 150 Jahren verändert, und die Exponate von damals zeugen – in nunmehr alter Frische – davon.